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DAS FORENTEAM

DIE WÖLFE DER ZEIT

WER IST DRAN?

Kapitel 2 - September im ersten Jahr
Die ersten Gruppen von Suchern treffen aufeinander, doch sie sind noch einen weiten Weg von ihrem Ziel entfernt und auch auf dem folgenden Weg, werden ihnen noch einige Rätsel unter die Augen treten. Nur gemeinsam sind sie Stark genug den Weg ins Herzland zu finden und zu meistern!

CHARAKTERE

Fähen: 11 | Rüden: 10

Blacklist

- // -
Auf den Spuren der Ahnen
Gruppe 1: Amber
Gruppe 2: Doom
Gruppe 3: Year


Saat des Bösen
Gruppe 1: Ori
Gruppe 2: Midas
Gruppe 3: Déspina


Ode an die Feindschaft
Kalliope

23.01.2018

Washington

Montana

Grand Canyon

Tageszeit: Morgen
Wetter:Nebel hängt zwischen den Bäumen, es ist frisch. Die Sonne hat noch nicht ihren Weg gefunden.
Tageszeit: Mittag
Wetter:Wolkenbehangen und vereinzelt schafft es die Sonne durch die Wolkendecke, der Boden ist nass und matschig.
Tageszeit: Mittag
Wetter:Der Himmel ist wolkenlos und die Mittagssonne strahlt erbarmungslos vom Himmel.
 
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Geschrieben: Fr 3 Jun - 7:16


Gefangen in den Bergen



Ein schweres Gewitter hat sich urplötzlich über den Berghängen gebildet und sendet grelle Blitze und krachenden Donner zu Boden. Doch die größte Gefahr geht von dem Regen aus, der sich in den Bergseen und Tallagen staut und dort regional für Überschwemmungen sorgt. Zum Glück finden die Wölfe dort eine Höhle in den Bergen, in der sie Unterschlupf finden können, doch ein Weiterziehen ist unmöglich geworden und sie müssen warten, bis sich das Wetter wieder beruhigt hat.

Ort: Alaskakette
Wetter: 18°C, ein schwerer Gewittersturm fegt über die Berge
Tageszeit: Später Nachmittag

Landschaft: Die Alaskakette ist ein hohes, mächtiges Gebirge, welches die Wölfe aus Alaska überqueren müssen, wenn sie in das Herzland gelangen wollen. Nadelbäume zieren die sonst nackten Berghänge und auf den Bergspitzen liegt das ganze Jahr über Schnee.

Protagonisten: Wölfe aus Nord-Alaska und der Alaska-Halbinsel





rot: Aktueller Standort

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Geschrieben: Fr 3 Jun - 13:36


Sie hätte dieser ominösen Stimme nicht folgen, diesem seltsamen Drängen nicht nachgeben sollen. Es war ihr von Anfang an seltsam vorgekommen und nun war sie in dieses ungezügelte Gewitter geraten. Eigentlich liebte Chia Abenteuer, aber das war ihr dann doch eine Nummer zu groß. Und zu wild. Und zu gefährlich. Wetterphänomene waren ja an sich nichts nichts Schlimmes, ganz im Gegenteil, die Fähe liebte beispielsweise den Herbst oder ein kurzes Wärmegewitter. Aber das hier war jenseits von Gut und Böse; ein Gewitter in einem Ausmaß, das sie so noch nie erlebt hatte. Mit flach angelegten Ohren blickte die Bunte ängstlich nach oben, ein sorgenvoller, fast schon panischer Ausdruck in ihrem Gesicht. Sie wusste nicht so recht, was sie nun machen sollte. Unterschlupf gab es hier keinen, zumindest wäre ihr noch keiner aufgefallen. Sie wollte sich gerade wieder in Bewegung setzen, da ertönte ein markerschütterndes Donnern. Mit einem leisen Aufschrei machte die Fähe einen Satz nach vorne, als auch schon der erste Stein gegen ihren Hinterlauf fiel. Oh nein. Ein Blick über die Schulter ließ Schlimmes erahnen; scheinbar war ein Blitz in der Nähe eingeschlagen und hatte einige Gesteinsmassen gelöst, die nun direkt auf sie zusteuerten. Das Kreischen und Poltern fiel in der allgemeinen Geräuschkulisse des Gewitters gar nicht mal so auf, umso schlimmer war die Panik, die sie erfasste und zur Eile antrieb. "Hilfe!", winselte Chia, während sie hinter dem nächstbesten größeren Felsen Schutz suchte. Sie machte sich so klein wie möglich, kniff die Augen zusammen und hoffte, der Fels würde den Massen standhalten. Ein Zittern durchlief den Boden und sie machte sich noch kleiner und kniff noch fester die Augen zusammen. Warum zum Teufel hatte sie hierher kommen müssen? Wäre sie doch bloß "zuhause" geblieben und hätte mit kindlicher Neugierde die unbekannte Landschaft erkundet. Immer noch besser als hier in diesem Gewitter das Zeitliche zu segnen! Die Steine und Felsen rollten zu ihrem Glück an beiden Seiten vorbei und sie blieb unversehrt. Die Bunte wagte es kaum, erleichtert aufzuatmen, denn der Sturm tobte weiter, sandte mächtige Blitze zu Boden und ließ die Luft vor lautem Donnergrollen schier vibrieren. Das war der reinste Weltuntergang und sie mittendrin! Der kalte Regen gepaart mit unerbittlichem Wind zerrte an ihrem Fell. Sie sah sich angsterfüllt um, konnte aber außer den Gesteinsrinnen, die sich zu ihren Seiten gebildet hatten, nicht viel erkennen, zumal der dichte Regen die Sicht erheblich erschwerte. Eine Alternative hatte Chia nicht, daher blieb sie zusammengekauert bei ihrem schützenden Felsen liegen und hoffte leise winselnd auf das Beste ... oder ein Wunder.


alleine | sucht Schutz bei einem Felsen | in der Nähe der Höhle |


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Geschrieben: Di 7 Jun - 9:18



Searching for the Ghost


And now I've been searching
Searching for the ghost
I saw an apparition once
A long, long time ago

Wie das riesige Maul eines Wals schob sich die dunkle Wolkenfront über die Berge und offenbarte ein unheilvolles grün in seinem Innern, welches von grell zuckenden Blitzen erleuchtet wurde. Die Wolkenwand reichte fast bis zum Boden und brachte starken Wind, der das helle Fell der jungen Wölfin in alle Richtungen zerzauste und sie im Gehen wanken ließ. Mit zusammengekniffenen Augen blickte sie nach oben und legte die Ohren flach an ihren Hinterkopf. Solch ein Unwetter hatte sie noch nie gesehen. Die Wolken rotierten und obwohl es in diesen blitzte und flackerte hörte sie keinen Donner, ja noch nicht einmal Regen benetzte ihr Fell. Trotzdem galt es keine Zeit zu verlieren, denn es war nur eine Frage der Zeit bis der Himmel seine Schleusen öffnen würde.

Nur durch Zufall entdeckte Kakisa die Höhle in der steilen Felswand, die zu einem mächtigen Berg gehörte, der weit über ihr thronte und alsbald von den Wolken verschlungen wurde. Sie schlüpfte in die Höhle, die Platz für ein ganzes Rudel bot, und blickte dann nach draußen. Als ob das Unwetter nur darauf gewartet hatte, bis die Wölfin Schutz gefunden hatte, um dann erst loszubrechen, prasselten plötzlich hummelgroße Regentropfen vom Himmel, die die trockene Erde Fleck für Fleck mit eiskaltem Regen tränkte. Kakisa setzte sich entspannt hin und schaute dem Spektakel zu. Sie hatte keine Angst vor Gewittern und noch hatte sie keine Angst vor diesem Unwetter, doch mit jeder Sekunde mehr wurde es stärker. Erst stürmte es gewaltig, sodass ihr fast die Luft wegblieb, ergoss sich der Regen in Strömen, dass sie kaum mehr etwas erkennen konnte und dann kamen die Blitze und der Donner, die im Sekundentakt einhergingen und sie manches Mal gehörig erschreckten, wenn die Blitze nur wenige hundert Meter über ihr in die Berggipfel einschlugen. Es dauerte nicht lange bis sich das Regenwasser im Talkessel sammelte und der Boden so übersättigt war, dass er die Wassermassen nicht mehr aufnehmen konnte. Kakisa blickte die ganze Zeit nach draußen und war erstaunt über diese unbändige Energie und Kraft dieses Gewitters.

Erst dachte sie, dass sie sich den Wolf im Regen eingebildet hatte, denn es war schwer etwas in diesem zu erkennen. Eine Bewegung aus dem Augenwinkel hatte sie in die Richtung blicken lassen, aber der Wolf war nicht mehr zu erkennen. Ein greller Blitz erhellte die Umgebung und ein unheilvolles Poltern folgte, welches sich nicht wie ein Donnern anhörte. Es war leiser und dumpfer. Kakisa spitzte die Ohren und war auf der Hut, denn das Geräusch bereitete ihr Sorgen, doch so schnell wie es aufgetaucht war, desto schnell verebbte es wieder. Doch noch etwas anderes war zu hören, zumindest dachte die Weiße, es vernommen zu haben: sie hatte ein verzweifeltes "Hilfe" gehört. Hätte es zu diesem Zeitpunkt gedonnert, hätte sie es gar nicht erst gehört. Kakisa stand auf und versuchte herauszufinden woher der Hilferuf kam. Sie dachte nicht einmal darüber nach was ihr da Draußen alles hätte passieren können, da war sie schon aus der Höhle gesprungen, um dem Ruf nachzugehen. Sie konnte weder wittern noch viel sehen, so stark war der Regen. Krachend gingen Blitze über ihrem Kopf hinweg und sie hätte schwören können, dass sie ein Kribbeln in ihrem Körper spürte, als gingen feine Stromstöße durch ihren Leib. Kakisa lief dorthin, wo sie den Hilferuf vernommen hatte oder wenigstens dachte, dass sie ihn gehört hatte. Doch es schien hoffnungslos. "Wo bist du!", rief Kakisa in den prasselnden Regen hinein. "Wo bist du?" War sie doch einem Geist hinterhergejagt?




hört Chias Hilferuf | sucht und ruft nach ihr | in der Nähe von Chia


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Geschrieben: Fr 10 Jun - 18:58


Sie würde hier sterben. Ja, sie würde hier das Zeitliche segnen, ganz unspektakulär und den Kopf voller Angst und Selbstvorwürfe. Vor allem das Wasser - das viele Wasser! Es begann sich schon langsam zu sammeln und würde sie irgendwann ganz umschließen und dann hatte sie keine Luft mehr zum Atmen und dann würde es ganz grausam und schmerzhaft zu Ende gehen. Diese Aussicht war alles andere als schön oder gar hoffnungsvermittelnd. Chia winselte, ehe sie ein abgehacktes Seufzen ausstieß. Sie war zu gelähmt, um den Weg weiter in Angriff zu nehmen; als nächstes stürzte ein dicker Felsen auch noch direkt auf ihren Kopf! Die kleine Felsenlawine war vermutlich eine Warnung gewesen, und wenn sie sich nicht unsichtbar machte würde das Gewitter keine Gnade mehr walten lassen! Die Fähe fragte sich nur, was ausgerechnet sie verbrochen hatte, um in diesen Schlamassel zu kommen. Sie konnte sich die Frage beim besten Willen nicht beantworten.

Ein ungewöhnliches Geräusch drang durch das stete Grollen des Donners und Prasseln des Regens. Huch? Chia hob ein klein wenig den Kopf und ließ den Blick schweifen, konnte allerdings nichts erkennen. Hatte sie sich das nur eingebildet? War es nun soweit, ging sie den letzten Weg bevor sie in das ewige Licht trat? Aber - da! Da war es noch einmal. Konnte es sein? Kam ihr da tatsächlich jemand zur Hilfe? Oder machte sich das Gewitter auf ganz absurde Art und Weise über sie lustig und gaukelte Stimmen vor, wo keine waren? "Hilfe?", rief sie zaghaft und hob den Kopf noch ein Stück weiter, ehe sie die Augen zusammen kniff. Irgendetwas bewegte sich dort. Sie zögerte, unsicher, ob sie ihre lächerliche Deckung aufgeben sollte. Andererseits, auf dem Boden kauernd wollte sie auch nicht sterben, also blieb ihr wohl kaum eine andere Wahl. Die Wölfin sprang auf und rannte der schemenhaften Erscheinung entgegen. "Hallo?" Dieser Regen! Er nahm ihr fast völlig die Sicht, nur die aufscheinenden Blitze spendeten von Zeit zu Zeit ein wenig Helligkeit. Ihre Sinne hatten sie scheinbar nicht geirrt, da war tatsächlich jemand. "Hallo, du!" Sie hielt zielstrebig auf die Fremde zu und wäre beinahe in sie hineingelaufen, da sie aufgrund der schlechten Sichtverhältnisse die Distanz falsch eingeschätzt hatte. "Es ist gefährlich, du solltest nicht hier sein!" Ha, Chia, was du nicht sagst ... Sie zuckte zusammen, als ein markerschütterndes Donnern über die Berge fegte. Ängstlich lag ihr Blick auf dem Antlitz der Fremden. "Weißt du, wie wir hier weg kommen? Ich bin hier völlig orientierungslos."
| bei Kakisa |


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Geschrieben: Di 14 Jun - 8:20



Well, I'm coming back with the thunder


First it was heaven
Everything roses and fire
You and I were golden
Now it's armageddon


Es war kein Geist gewesen, dessen Ruf sie gefolgt war. Aus dem Regenvorhang erhob sich eine Gestalt, die langsam auf sie zukam und sich als Wölfin mit wildfarbenem Fell entpuppte. Sie wirkte verängstigt, was man angesichts des Unwetters verstehen konnte, auch Kakisa war es hier draußen nicht geheuer, musste der Wölfin aber helfen, als wäre es Pflicht gewesen. Sie schüttelte den Kopf über die Worte der Fremden und sagte: "Ich habe deinen Hilferuf gehört und ich bin gekommen, um dir zu helfen." Eine Selbstverständlichkeit für die Weiße. "Los, komm. Ich kenne einen Unterschlupf", rief sie, da der Regen so laut war, dass er die Worte der Wölfe zu verschlucken drohte. Damit drehte sich Kakisa um und lief langsam voran, damit die Fremde ihr folgen konnte. Nur anhand der ungefähren Richtung und einiger Steine konnte Kakisa die Orientierung behalten und den Weg zur Höhle zurückfinden, die sich plötzlich vor den Wölfen auftat.

Kakisa wartete bis die Wölfin zu ihr aufgeschlossen war und ließ sie vorangehen. Erst dann ging sie selbst in die Höhle hinein, die etwa so groß war, dass ein ganzes Rudel darin Platz hatte, auch wenn sie gerade etwas höher als ein Elch und damit nicht besonders hoch war. Sie schüttelte sich kräftig, sodass tausende kleiner Wassertropfen gegen die Höhlenwand prasselten und streckte sich dann ausgiebig. "Was für ein Gewitter", sagte sie. "Erschreckend, nicht wahr?" Sie blickte die Fremde, die vor Regen triefte, freundlich an. "Mein Name ist übrigens Kakisa." Die Weiße setzte sich hin und blickte nachdenklich wieder nach Draußen, wie sie es zuvor getan hatte, noch bevor sie den Hilferuf der Fremden gehört hatte. Leise und besorgt zu sich sprechend sagte sie: "Wenn das Gewitter nicht weiterzieht, werden wir hier nicht mehr wegkommen." Das Wasser stand hoch und es regnete immer weiter. Kakisa befürchtete, dass das ganze Bergland nach dem Gewitter überschwemmt sein würde und dann gäbe es kein leichtes Entkommen mehr.




trifft auf Chia | führt sie in die Höhle | bemerkt wie schnell das Tal überschwemmt wird


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Geschrieben: So 26 Jun - 22:45


Chia konnte gar nicht beschreiben, wie unglaublich erleichtert sie über die Fremde war. Warum man sich freiwillig in Gefahr gab, um einen Unbekannten zu retten, erschloss sich ihr zwar nicht ganz, aber vermutlich hätte nicht anders gehandelt ... vielleicht. Angst war ein nicht zu unterschätzendes Gefühl und konnte einen regelrecht am Boden festnageln. So wie sie vorhin. Wäre die Weiße nicht aufgetaucht, wäre Chia dort liegen geblieben und vermutlich jämmerlich ersoffen oder von einem Stein erschlagen worden. Der Aufforderung der Fremden, ihr zu folgen, kam sie ohne zu Zögern nach. Und selbst wenn sie sie in den Tod führte wäre es noch immer besser als hier draußen; zumal Chia ohnehin keine solch düsteren Gedanken hatte. Sie war einfach nur froh um die Wölfin und ihren rettenden Unterschlupf. Mit zusammengekniffenen Augen trabte sie der Jägerin nach und stürmte sofort voran in die Höhle, sobald ihre Augen sie erblickt hatte. Endlich kein kalter Regen mehr, der unnachgiebig an ihrem Fell zerrte und kein greller Blitz, der sie zu erschlagen drohte. Sie streckte die Nase in die Luft und sog gierig die feuchte Luft ein. "Wie schön", schob die Braunmelierte seufzend hinterher und drehte sich zu ihrer Retterin um.

"Und wie! Ich dachte, ich müsse sterben. Danke, dass du mich gerettet hast! Ganz bestimmt wäre ich sonst erschlagen worden, ich bin einem Steinschlag vorhin nur knapp entkommen." Die Erinnerung daran trieb einen Schauer über ihren Rücken und sie schüttelte sich das Wasser aus dem Pelz; ihre Krallen kratzten dabei leise über den Boden. "Hallo Kakisa, freut mich! Mein Name ist Chia." Mit einem Lächeln schloss sie zu der nun nicht mehr Fremden auf und setzte sich ebenfalls hin, den Blick auf das tosende Unwetter gerichtet. Die Bunte hoffte sehr, dass es bald ein Ende haben würde und sie weiterziehen, diesem seltsamen Ruf folgen konnte. Nun, ob sie das nach diesem beinahe-Tod überhaupt noch wollte? Ganz so sicher war sie da nicht. Ihre Gedanken wurden allerdings von der Wölfin unterbrochen, die etwas sehr Schreckliches sagte. "Was? Wie meinst du das? Es hört nie wieder auf so zu gewittern und wir werden hier drin verhungern oder ertrinken?" Der Schock stand ihr regelrecht ins Gesicht geschrieben, mit riesigen Augen fixierte sie panisch die Weiße. Das konnte doch nicht ihr ernst sein, oder? Hatte es so etwas jemals schon gegeben? Ein Gewitter, das kein Ende mehr gefunden hatte? Oh nein, also hatte sie die Fremde doch in eine Falle gelockt! Aber welche Alternative hatte sie schon gehabt? Gar keine. Ob sie draußen oder in der Höhle starb war eigentlich schon egal. Beides war nicht unbedingt der Tod, den sie sich vorgestellt hatte.´

| kakisa | in der höhle |


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Geschrieben: Do 30 Jun - 20:50



Always there for you


You've been hurt before
And you don't want anymore
There's a better way for you
Believe in me, I'll see you through

Es war ein schönes Gefühl endlich wieder in der Gesellschaft eines anderen Wolfes zu sein, nachdem sie die vielen Wochen alleine umhergereist war und ein tiefgründiges Gespräch, gar kein schweigsames Nebenherlaufen, vermisst hatte. Sie hätte alles dafür gegeben endlich nicht mehr alleine sein zu müssen und in dem stärksten Gewitter das sie jemals erlebt hatte, fand sie ihre Hoffnung in einem starken Regen und grellen Blitzen wieder. Kakisa blickte die hübsche Wildfarbene aus dem Augenwinkel an und musste leicht lächeln. Sie war so durchnässt, das Fell klebte an ihr und offenbarte die schlanke Statur der Fremden, die nur minimal kleiner als sie selbst war, dafür aber wesentlich jünger wirkte, auch wenn sie (aber das wusste Kakisa ja nicht) im selben Frühling geboren waren. Als sich die Melierte zu ihr umdrehte und freudig ausrief wie froh sie darüber war, dass sie aus diesem Unwetter gerettet wurde, wedelte Kakisa sanft mit ihrer Rute, denn auch sie freute sich, wie schon erwähnt, einfach darüber, dass sie nicht mehr alleine war. "Das erklärt das seltsame Geräusch, welches ich gehört habe aber nicht ganz zuordnen konnte", sagte sie, als sie auf die Worte der Wildfarbenen einging die den Steinschlag erwähnte. "Aber zum Glück ist dir nichts passiert," fügte sie sanft hinzu und schenkte der Fremden ein Lächeln. Als die Wölfin sich als Chia vorstellte und ihr etwas näher kam, schloss Kakisa kurz die Augen. Chia war ein schöner Name, er klang etwas exotisch und erinnerte sie an eine seltene Pflanze, ein Heilkraut, eine Blume.

Plötzlich schlug sie Stimmung jedoch um, als Chia sie panisch ansah weil sie ihre Worte völlig falsch verstanden hatte. Chia war in der Annahme, dass Kakisa meinte, dass das Gewitter nie wieder  weichen würde und es für immer so regnen würde, was natürlich vollkommener Quatsch war. Allerdings war die Angst in Chia groß und die Weiße konnte es ihr nicht ganz verübeln. Sie schüttelte nur hastig mit dem Kopf und stemmte sich kurz auf, ehe sie sich wieder auf den Bauch legte. "Beruhige dich! Beruhige dich," sagte sie ruhig und legte eine Pfote auf die der Wölfin Chia. "Es ist alles gut. Ich wollte damit nur sagen, dass ein Gewitter sich manchmal in den Bergen festhängt. Wie wie ein Lauf, der sich beim Schwimmen kurz in einer Schlingpflanze verheddert. Natürlich wird das Gewitter NICHT für immer da sein. Aber es kann dauern bis es vorbeizieht. Solange warten wir hier und bleiben ruhig, in Ordnung?" Sie schaute Chia aufmunternd an und grinste dann frech. "Zumindest werden wir nicht verdursten." Doch schnell schlug der gut gemeinte Witz in Sorge um, denn das Wasser war noch weiter angestiegen und aus den Bergen strömten wahre Wasserfälle in das Tal hinab. Zumindest waren sie in der Höhle soweit sicher, denn sie lag etwas erhöht. Kakisa streckte sich und legte dann ihren Kopf auf die Pfoten. Hin und wieder erhellte ein Blitz das Höhleninnere und ließ das helle Fell der Weißen noch heller erstrahlen.




bei Chia | in der Höhle | erklärt sich Chia und entspannt die Situation wieder


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Geschrieben: Fr 8 Jul - 9:17


Spielleitungstext



Allmählich ließ der Regen nach und das Gewitter wurde schwächer. Der schiefergraue Himmel mit den bedrohlich grünlichen Akzenten wurde lichter und die Blitze zuckten in immer größer werdenden Abständen durch die Wolken. Draußen im Tal hatte sich das Wasser gesammelt und war so hoch geworden, dass es sogar kleine Bergkiefern bis zur Hälfte verschluckte. Das Wasser rauschte von den Gipfeln hinunter und stürzten in Wasserfällen ins Tal.

Von alledem hatte Kakisa nichts mehr mitbekommen, denn sie war so erschöpft gewesen, dass sie an Chias Seite eingeschlafen war. Es war ein gutes Gefühl nicht mehr alleine zu sein und sie hatte so tief geschlafen, dass nicht einmal das Gewitter sie aus dem Schlaf hochschrecken ließ. Als sie wach wurde, hörte sie das ferne Donnern und plätschern des Wassers, doch nicht das leise Atmen eines Wolfes, der eigentlich hätte neben ihr liegen sollen. Sofort sprang Kakisa auf und blickte sich um, doch Chia war fort. Wieso hatte sich die Wildfarbene dazu entschieden einfach zu gehen und Kakisa alleine zurückzulassen? Die Weiße war so enttäuscht und traurig, dass es ihr schwerfiel irgendetwas anderes zu tun als niedergeschlagen in das Tal hinaus zu blicken und sich zu fragen, was sie falsch gemacht hatte. War sie zu aufdringlich gewesen? Hatte sie etwas falsches gesagt? Oder war Chia einfach nicht dazu bereit gewesen sich einer fremden Wölfin anzuschließen?

Nun war sie wieder alleine. Diese ständige Einsamkeit fraß sie irgendwann auf. Als es Abend wurde und das Tageslicht schwand, schlief Kakisa wieder ein, dieses Mal erschöpft vor Niedergeschlagenheit. Erst in der Nacht wurde sie wieder wach. Es war ihr, als hätte sie etwas vernommen. Sie blickte hoch. Kam Chia nun doch wieder zu ihr zurück? Erwartungsvoll, mit pochendem Herzen, blickte sie hinaus.




Ort: Alaskakette
Wetter: 13°C, nach dem Gewitter hat es sich abgekühlt. Ein annähernd voller Mond versteckt sich hinter einigen Wolken.
Tageszeit: Nacht

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Geschrieben: Fr 15 Jul - 12:59


Endlich schien das Gewitter zu verziehen! Schon seit ein paar Stunden hatte sich Chitto an eine Felswand geschmiegt um wenigstens etwas vor dem Gewitter geschützt zu sein, doch trotzdem schmiegte sich sein triefendes Fell eng an seinen Körper. Es war ein unangenehmes Gefühl kein trockenes Haar mehr am Körper zu haben und dementsprechend schlecht war auch seine Laune. Obwohl Chitto ja ein abenteuerlustiger Geselle war und vor kaum etwas Angst hatte, fürchtete er sich vor Gewitter. Mit jedem Blitz stäubten sich seine Nackenhaare auf und reflexartig duckte er seinen Kopf, seine Rute zwischen seinen Hinterbeinen eingeklemmt. Es war ein schlechter Tag für den Rüden.

Erst als das Wetter sich endlich wieder änderte, beruhigte sich Chitto und machte sich wieder auf den Weg. Mit jeder Minute die verstrich, klärte sich der Himmel mehr auf, bis nur noch eine leichte Wolkendecke blieb und ein leichter Regen fiel. Sofort konnte man eine Änderung in der Stimmung des Rüden spüren, denn jetzt schlugen die Blitze nur noch in der Ferne ein und der Donner klang nicht mehr wie ein drohender Feind. Der Rüde atmete schwer aus. Es gab keinen Grund mehr Angst zu haben. Alles war gut ausgegangen. Zum Glück.

Die letzten Sonnenstrahlen hatten gerade ihren Weg durch die Wolken erkämpft, als sie wieder unter den Horizont gezogen wurden. Die Nacht brach an, und mit ihr, brachte sie auch einen kühlen Wind und es wurde unangenehm. Chitto schüttelte sich um die überschüssigen Wassertropfen loszuwerden. Dies war jedoch nicht sehr effektiv, da er wegen dem leichten Regen nach kurzer Zeit wieder vollkommen durchnässt sein würde.

"Na toll, jetzt hat sich der Sturm verzogen, doch die Nacht hindert mich viel weiter zu laufen. Für heute ist mein Abenteuer also zu Ende."

Er grummelte leise, derweil er nach einem Schlafplatz Ausschau hielt. Sehr einfach war dies nicht in den Bergen, unbedingt nicht wenn man einen suchte, der wenigsten noch halbwegs trocken war. Wie gerufen entdeckte Chitto schon ach wenigen Minuten laufen mögliches Nachtlager. Es war ein Eingang zu einer Höhle. Er prüfte die Luft, um sicher zu machen das er nicht einem möglichen Feind in die Höhle treten würde, doch dies war ziemlich unmöglich, da der Sturm jede Duftspur weg gewaschen hatte. Deshalb beschloss er einfach auf gut Glück hineinzugehen.

Chitto trat in die mit Dunkelheit gefüllte Höhle ein und schüttelte sich noch ein weiteres Mal. Diesmal so kräftig das die Wassertropfen um ihn flogen. Ein leiser Seufzer entwich ihm und er ließ sich auf den harten Steinboden fallen. Auf einmal hatte ihn die Erschöpfung des ganzen Tages eingeholt, weshalb er auch die Anwesenheit eines anderen Wolfes nicht bemerkte.

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Geschrieben: Di 30 Aug - 19:56



.kakisa.
Who are yo?
Kakisa starrte auf die Gestalt, welche da in die Höhle trat, es war definitiv nicht Chia! Soviel stand für die Fähe fest, doch wer war er? Als wäre sie Luft legte er sich nieder und wenige Minuten später hörte sie nur noch das gleichmäßige schnaufen, eines tiefen Schlafes. Sie selbst wurde wieder von der Müdigkeit übermannt und die zuvor gesehene Szene wurde für sie wie eine Art Traum.

Die ersten Sonnenstrahlen begrüßten die Fähe und ließen sie wieder in die Realität gleiten, ihr vermeintlicher Traum war immer noch dort und schlief vor sich hin. Er roch wie etwas wo sie kannte, doch sie konnte es nicht gleich zuordnen. Sie zog den Duft tief ein, und stand langsam auf um an den Eingang der Höhle zu gehen und ein besseres Bild von dem Fremden zu bekommen. Sie fühlte sich verbunden mit ihm, doch er wirkte ebenso fremd wie Chia zuvor. Ein erneutes Schauben aus ihrem Maul und sie hoffte der Fremde würde langsam munter werden und ihre Fragen, welche sie hegte, beantworten.

erstarrt . müdigkeit übermannt sie . morgens überrascht

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Geschrieben: Di 20 Sep - 10:49


Es war gutes Wetter, er konnte die frische Kühle der Luft beinahe auf seiner Zunge schmecken, als er den Kopf vorsichtig aus seinem felsigen Gemach streckte. Das Gewitter war fort und die Helligkeit kehrte zurück. Jene die ihn immer wieder in die Augen stach, wenn sie zu groß wurde. Der Wind fegte hier oben über Grat und Klamm und Quanah meinte, schon wieder dieses Flüstern und Raunen und Jammern zu vernehmen, das er früher schon gehört hatte. Aber er ignorierte es. Er wollte es nicht hören. Er wollte diesen Ort nicht verlassen, denn hier kannte er sich aus. Hier kam niemand her und niemand würde ihn hier finden. Sicher, es war einsam in den felsigen Weiten aber er wollte es so. Es war ja nicht so, dass er sonst keinen Ort hätte, an den er gehen könnte. Irgendwo dort draußen, war die Hütte des Menschen der ihn großgezogen hatte. Irgendwo dort war Saqui. Irgendwo dort warteten seine Söhne und Töchter auf ihn. Vielleicht. Vielleicht auch nicht.

Lebten Wayra und Qillaq noch? Hatten sie ihr Glück in der Wildnis gefunden? Wayra war stark, sie lebte bestimmt noch. Aber der Gedanke verschwand so schnell wie er gekommen war. Der Albino schob sich gänzlich aus der Felsenkammer, schüttelte sich und machte sich wie jeden Morgen an den Abstieg, denn nur weiter unten am Berg würde er Aas finden, das vom Gewitter überraschter Tiere übrig war. Als Jäger war er eher ungeeignet, wegen seiner schwachen Sehkraft. Langsam aber sicher kam er nach unten. Er ging jeden Tag den selben Weg, da er diesen in und auswendig kannte. Man musste ja auf sich aufpassen, wenn man so wenig Sehkraft hatte.

Als er fast unten angekommen war, blieb er stehen um zu wittern. Fremde. Eine Fähe und ein Jungtier? Er schlug einen Bogen um sie von hinten zu überraschen. Fremde waren nie gut. Am Ende wollten sie ihm noch sein Gebiet wegnehmen, auch wenn es hier nicht viel zu holen gab. Allerdings fand er unterwegs einen recht frischen Kadaver und nutzte das erstmal. Während er die Fleischstückchen von den Knochen nagte, vergaß er die Fremden wieder. Sie waren bestimmt wieder weg.


[am Fuß des Berges bei einem Kadaver - nicht weit entfernt, aber nicht in Sichtweite zu Wayra]

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Geschrieben: Do 22 Sep - 21:23


Er war müde. Er war geschafft. Sie wusste, dass sie ihrem Sohn bald eine Pause gönnen musste. Und doch fühlte es sich an, als wären sie dem Ziel so nah. So nah an dem Auffinden ihres Vaters und Großvaters. Auch wenn sie ihn nur leicht wittern konnte, wusste sie zwar immer noch nicht wo er sich auffand, aber die Hoffnung in ihr und ihrem Sohn war gerade zu groß um sie einfach von Nichtigkeiten zerschmettern zu lassen. Trotzdem – für einen Moment musste sie Rhaka ruhen lassen, denn sie wusste, dass seine Beine ihn sonst nicht länger tragen würden.

“…genug, wir rasten…“,

ließ Wayra ihren Spross wissen und dirigierte ihn im nächsten Moment in eine etwas abgelegene Ecke, die man von diesem Weg aus sehen konnte. Der Weg war steinig. Als sie die alte Heimat wieder entdeckt hatte, war sie sich unsicher gewesen, ob ihr Vorhaben eine so gute Idee gewesen war. Vor allem als sie den Menschen gesehen hatte, bei dem Qanah aufgewachsen war, hatte ihr Magen angefangen sich vor Nervosität zu verkrampfen. Scheinbar hatte Rhaka genau dies bemerkt und war in jenem Moment näher an seine Mutter getreten. Sie hatte ihm liebevoll über den Fang geleckt und war dann mit ihm abgedreht in Richtung Gebirge.

Unterwegs dorthin waren sie sogar Saqui begegnet, die ihren Augen nich trauen wollte, als sie die Tochter erblickt hatte. Es war ein seltsamer Augenblick gewesen, der nicht sehr lange angedauert hatte und in dem sie nur erfahren hatte, was ihr Herz ihr schon die ganze Zeit gesagt hatte. Das Gebirge war weiterhin ihr Ziel.

Und so waren sie hier nun angekommen und rasteten. Auch ihr tat die Rast gut, denn ihre Beine waren am heutigen Tag doch laufend strapaziert worden. Gerade war sie in Gedanken versunken, weiterhin über die Vergangenheit nachdenkend, als sie die Stimme ihres Sohnes vernahm: Mutter… wir müssen weiter, wir sind ihm nahe. Ich kann es fühlen. Verwundert sah die Halbwölfin auf und in das Gesicht ihres geschwächten, aber mit Optimismus erfüllten Sohnes, der mittlerweile schon wieder vor ihr stand. Wie er doch gewachsen war – innerlich, wie äußerlich. Es ließ sie schwach lächeln, ehe sie leicht nickte und sich erneut erhob. Und er hatte so recht! Denn wenn sie Qanah erreichten, konnten sie erst recht rasten und somit ging der Weg weiter.

Von weitem – nach weiteren unzähligen Schritten – konnte sie einen Kadaver entdecken und einen weißen Leib, der sich daran gütlich tat. Sicher war sie jedoch nicht und trotzdem wollte sie darauf zu steuern. Wenigstens erkunden konnte sie sich, aber sie würde ihren Vater erkennen – egal wie lange es her gewesen war, als sie ihn zuletzt gesehen hatte.

“Ver… Verzeihung?“,

stieß sie aus, als sie noch ein ganzes Stück vom Hellen entfernt war. Sie wollte ihn nicht erschrecken und sich daher schon früh genug bemerkt machen.

“…wir suchen nach einem Wolf namens Qanah!“



[ wandert mit ihrem Sohn weiter # erreicht irgendwann den Kadaver und Qanah # (Rhaka) ]


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(HR) Gefangen in den Bergen

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