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DAS FORENTEAM

DIE WÖLFE DER ZEIT

WER IST DRAN?

Kapitel 2 - September im ersten Jahr
Die ersten Gruppen von Suchern treffen aufeinander, doch sie sind noch einen weiten Weg von ihrem Ziel entfernt und auch auf dem folgenden Weg, werden ihnen noch einige Rätsel unter die Augen treten. Nur gemeinsam sind sie Stark genug den Weg ins Herzland zu finden und zu meistern!

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Kalliope (Gwyn)

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Charakterinfo :

Gezeichnet... das würde passen. Hatte sie doch stehts den Kopf hingehalten, wenn ihre Schwester bestraft werden sollte. Somit musste sie schnell erwachsen werden. Und die Macht der Worte für sich zu Nutze machen.



Geschrieben: Do 11 Aug - 11:55




kalliope › fähe › 2 jahre › mexikanischer wolf
» Aussehen


Für manche ist der erste Eindruck auch ein bleibender. Manch einer maßt sich an, bei der ersten Begegnung schon ein Urteil über einen fällen zu dürfen. Erweckst du also den Eindruck, schwach, klein und unscheinbar zu sein, so wirst du stets nur als solches gesehen.

Bei Kalliope wäre diese Vorgehensweise schlichtweg irre führend und voll von Vorurteilen. Es steht außer Frage, dass sie mit ihren 64 cm Schulterhöhe kaum Aufsehen erweckend erscheint. Wobei sie immer noch größer als ihre Schwester ist. Ihre Statur passt erneut in das Schema der Schmächtigen mit ihren langen, dünnen Beinen, ihrer kleinen Schulter, den feinen Pfoten und dem verhältnismäßig kleinen Kopf. Das einzig Auffällige an ihr sind wohl ihre Narben, die sich über ihre Schnauze ziehen. Außerdem existieren noch weitere, die über ihrer Flanke verteilt sind, jedoch durch das Fell nicht zu sehen sind. Zu Gute halten kann man ihr jedoch, dass sie trotz der Mickrigkeit nicht mager oder verkümmert aussieht. Vielmehr einfach zierlich, zerbrechlich und dem Anschein nach bei starkem Wind davon geweht. Entsprechend ist ihr Gewicht auch im normalen Bereich mit ca. 28kg Trotz allem ist sie eine hübsche Fähe, wenn auch erst beim zweiten Anblick. So erkennt man, dass ihr Kopf schmal, wohlgeformt und recht weiblich daher kommt. Die großen Ohren lassen das Gesicht und die Schnauzenpartie irgendwie niedlich wirken. Ihr Schweif hängt meist lässig herab und ist ungemein flauschig. Allgemein ist ihr Fell besonders am Kopf leicht abstehend und dicht.

Was die Farbgebung anbelangt, so ist es nicht schwer, sie dem Mexikanischen Wolf zuzuordnen. Von hellem rotbraun bis hin zu schwarz und weiß ist alles vertreten. Auf dem Rücken erstreckt sich eine Art schwarzer Aalstrich bis zum Schweif und auch die Schweifspitze ist schwarz gefärbt. In Bauchnähe dominiert dann dieses helle rotbraun, welches auch einen großen Teil des Kopfes einnimmt. Das Bauchfell und die Innenseite der Beine, sowie Brust und die Schnauze sind cremefarben bis weiß. An den Pfoten befinden sich schwarze Ballen und auch die Schnauze ist schwarz. Zu guter Letzt die Augen. Von ihnen geht stehts eine Entschlossenheit und Stärke aus, die ihrem Körper gar nicht zu zutrauen wäre. Sie sind von einer hellen grauen Farbe vielleicht auch einem schwachen Blau.



» Charakter

Wie ihren anderen Schwestern, so wird auch Kalliope eine Gabe nachgesagt, nach deren sie eine große Wortgewandtheit an den Tag legt. Und wie bei allen anderen entspricht auch diese Gabe der Wahrheit. Was Kalli durch ihre Größe verliert, gewinnt sie durch ihren Umgang mit Worten. Diese Worte sind so flexibel wie ihr Charakter. Denn in dieser kleinen Fähe steckt ein starker Geist mit vielen Facetten.

Was einen nicht tötet, macht einen nur stärker. So ungefähr kann man sich vorstellen, wie genau Kalli zu ihrer inneren Stärke gekommen ist. In der Vergangenheit hatte sie stets den Kopf hingehalten, wenn Mené eigentlich eine Tracht Prügel verdient hatte. So erklären sich auch ihre unzähligen Narben. Trotz ihrer Größe konnte sie viel einstecken und aus den Narben wuchs die Kraft, die Kalli heute noch an den Tag legt. Ihr Beschützerinstinkt ihrer Schwester gegenüber ist unnatürlich groß, andernfalls wäre es nicht sie, die heute mit Narben leben müsste. Sie liebt ihre Schwester und würde es niemals zulassen, dass dieser etwas geschieht. Durch die vielen Schläge lernte Kalli, wie man Worte nutzen kann, um Schlimmeres zu verhindern. Denn mit der Zeit musste sie nur noch wenige Schmerzen erdulden und kam zum Ende hin stets unversehrt davon. So wurde sie in gewisser Weise manipulativ und verstand es, andere zu durchschauen und deren Gedanken zu Nutze zu machen. Ihre Schwester verhalf ihr unwissentlich dazu, schnell erwachsen zu werden und ihre Naivität hat sie schon lange verloren, anders als Mené.

Schon immer galt Kalli als weniger gute Gesellschaft im Vergleich zu ihrer Schwester. Sie ist keine Little Miss Sunshine, sondern misstrauisch, kühl und weniger interessiert am Leben anderer. Das soll nicht heißen, dass ihr alle restlos egal sind, doch im Gegensatz zu Mené muss sie dafür sorgen, dass sie überlebt. Kalliope kann durchaus empathisch sein, wenn es die Situation verlangt. Und in diesen Momenten kommt auch ihre Wortgewandtheit wieder zum Tragen. Denn egal wie schlecht es steht, sie findet immer motivierende und aufbauende Worte. Jedoch muss man ihr erst beweisen, dass man es wert ist, ihre freundliche Seite kennen zu lernen. Sie weiß, dass man niemandem blind vertrauen sollte, weswegen sie zunächst auf Distanz geht. Außerdem verbirgt sie gut, was sie wirklich denkt oder fühlt. Ohne die früheren Prügeleien wäre sie heute vermutlich sehr von Hoffnung und Träumen geleitet, die auch immer noch tief in ihr drin stecken. Jeder Schlag allerdings hat sie nun glauben lassen, dass das Leben für einen nicht viel zu bieten hat. Sie ist nicht pessimistisch, aber der Funke Hoffnung, der in ihr lebt, kommt nur selten durch. Vielleicht wäre die Bezeichnung " optimistischer Realist" noch am passendsten. Man kann sie immer vom Guten überzeugen, wenn sie auch selbst immer eine realistische und kühle Sicht der Dinge beibehält. Sie mag zwar nicht die humorvollste der Schwestern sein, aber auch sie kann ab und an eine komische Situation herbeiführen und über sich selbst lachen. Nur gibt es eben nicht immer was zu lachen, wenn man früher schlecht behandelt wurde. Sarkasmus und Ironie sind dann wohl noch die häufigsten Begleiter. Denn man kann schon sagen, dass sie etwas verbittert ist und nur diese Art von Humor lässt sie weiterkämpfen und ihr Leben ertragen. Vermutlich braucht sie einfach jemanden, der ihr die Freude am Leben wieder beibringt. Ansonsten ist Kalli eine starke Persönlichkeit. Sie setzt sich für ihre Meinung und auch die anderer ein, kann Gut von Falsch unterscheiden und versucht immer, ihre Worte der Situation entsprechend zu wählen. Ihre Schwester liebt die Tragödie, doch eigentlich ist Kalli der tragische Charakter. Das Leben hat sie abgestumpft, obwohl sie so viel Lebensfreude an den Tag legen könnte. Sie hat erwachsen werden müssen, noch ehe es ein anderer musste und das nur, weil sie sich für anderer opfert. Wenn sie wirklich so sein könnte, wie sie ist, dann glaubt sie, dass andere ihre Schwächen ausnutzen würden, weshalb sie lieber verschlossen bleibt. Wenn sie einmal lächelt, ist es das Größte, was sie einem schenken kann, denn dann zeigt sie, dass doch Glück und Hoffnung in ihr steckt. Für sie ist zweifelsohne mehr vorgesehen, als sie selbst erkennen kann und sie wird irgendwann erkennen, dass sie und auch das Leben gut sind.

Stärken:
wortgewandt | clever | schätzt Situationen richtig ein | empathisch | moralisch | selbstlos | beschützerisch | Überlebenskünstlerin | verantwortungsvoll | Durchsetzungsvermögen | durchschaut andere | mutig

Schwächen:
verschlossen | leicht verbittert | harte Schale | manipulativ | distanziert | selten wirklich fröhlich | kühl | zu schnell erwachsen geworden | misstrauisch | wirkt manchmal desinteressiert

Vorlieben:
ihre Schwester Mené | frei zu sein | sein zu können, wie sie wirklich ist | lächeln zu können | sonnige Tage | schwimmen | Wind

Abneigungen:
enttäuscht zu werden | Erinnerung an Prügel | das Leid anderer | Ungerechtigkeit | Feiglinge | kalte Nächte | Alpträume und Schlaflosigkeit | geschlagen zu werden | ausgelacht zu werden



» Familie

Bisher war ja stets nur von Mené und Kalliope die Rede. Doch eigentlich gehörte zu ihrer Familie doch ein bisschen mehr. Da waren ihren Eltern, Silenos der Vater und Urania die Mutter. Neben Kalli und Mené hatten sie noch 3 weitere Schwestern, Klio, Terpsichore und Thalia. Auch diese drei waren mit Gaben gesegnet. Thalia war für ihren Humor bekannt, Klio konnte wunderbar erlebte Geschichten erzählen und Terpsichore war mit einer Menge Anmut und Eleganz gesegnet. Kalli ist eigentlich ganz froh, dass ihr die Wortgewandtheit in die Wiege gelegt worden war. Anmut, Geschichten erzählen und Humor hätten sie garantiert nur selten aus schlimmen Situationen retten können.



» Lebenslauf

So erbarmungslos wie die Sonne, so war auch Kalliopes Leben. So jedenfalls hatte sie es immer gesehen, auch wenn Mené immer recht glücklich schien. Aber sie hatte auch nicht so schnell erwachsen werden müssen dank Kalli.

Kalli und ihre 4 Geschwister wurden in das Sonara-Rudel hineingeboren. Es hatte sich zwischen der Sonara Wüste und den Halbwüsten New Mexicos und Arizonas angesiedelt. Dies hieß ein ständiger Kampf gegen die Hitze und Dürre. Kurz nach der Geburt verstarb ihre Mutter, allerdings war die Beta-Fähe Shann so herzlich, sie aufzunehmen, auch wenn sie zu ihr nie wirklich eine Bindung hatten. Ihr Rudel war klein und hatte die Eigenart immer mal wieder zu schrumpfen oder zu wachsen. An dem einen Tag schloss sich ein Wolf an, am nächsten verstarb ein anderer aufgrund der Hitze. Es blieb nie bei einer geschlossenen Gemeinschaft durch den ständigen Mitgliederwechsel. Bis ihr Vater verstarb verging eine gewisse Zeit, in der die Welpen durchaus unbeschwert sein konnten. Doch früh schon hatte Kalliope die Angewohnheit gehabt, die Strafen und Prügel einzustecken, die nicht für sie gedacht waren. Sie mochte von allen Mené am liebsten und ihrem Beschützerinstinkt war es zu verdanken, dass sie heute noch unzählige Narben am Körper hat. Sie konnte es sich selbst nie wirklich erklären, warum sie das tat, aber jedes Mal, wenn Mené kurz vor einer Tracht Prügel stand, sprang Kalli ihr zur Seite und wehrte die Schläge mit ihrem Körper ab. Den Erwachsenen war es egal, Hauptsache jemand bekam seine Strafe, ob nun gerechtfertigt oder nicht. Sie wusste nicht, ob Mené ihr dafür dankbar war, dennoch tat sie es 2 Jahre lang, ohne etwas zu sagen oder sich zu beschweren.
Klio ihrerseits hatte alsbald das Rudel verlassen, um sich dem Rudel eines Rüden anzuschließen, den sie kennen und lieben gelernt hatte. So waren sie nur noch zu viert und dieser Verlust war bei allen spürbar.

Dann passierte etwas vollkommen unerwartetes. In einer Nacht hatte sich Mené davon geschlichen. Warum wusste niemand. Von allen ging es ihr im Rudel immer noch am besten. Sie hatte wohl am wenigsten von allen Gründe, das Rudel zu verlassen, so beschied Kalliope. Am nächsten Tag, als das Verschwinden bemerkt wurde, fasste Kalliope einen Plan. Sie würde in der folgenden Nacht ihrer Schwester folgen und sie finden. Ob sie sie zu ihrem Rudel zurück bringen wollte, war ihr noch unklar. Eigentlich bestand dafür kein Grund. Ob sie nun im Rudel oder da draußen waren, war wohl ziemlich egal. Und in der Nacht verschwand auch Kalliope ohne ein Wort. Seit dem folgt sie der erkalteten Geruchsspur ihrer Schwester und irrt in der Wildnis umher.



northern lite @ storming gates


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<div class="infos">Mexikanischer Wolf # 2 Jahre</div></td></tr></table><br>
<div class="titel">Der Geist des Canyons</div>
<div class="infos" style="margin-bottom:-23px;">in der Nähe der großen Gruppe # wandert umher # ist kurz davor, die anderen zu finden # wird von Puma bedroht</div>
<div class="textfeld"><div class="absatz">Sengend starrte die Sonne herab auf erhitztes Gestein, ausgetrocknete Wasserflecken, verdorrte Pflanzen und fiese Kakteen. Und unter ihnen ein Wolf. Es handelte sich um eine Fähe mit Namen Kalliope. Und jene war ihrer Meinung nach schon eine Eweigkeit unterwegs. Und wohin? Oh.. wenn sie das nur wüsste. Einzig der Wille, ihrer Schwester zu finden, trieb die Hellbraune an und ließ sie immer weiterlaufen. Dabei hatte sie schon längst die Geruchsspur Menés verloren und irrte nun eigentlich orientierungslos in der Gegend rum. Einfach perfekt. Sie war hungrig, durstig und wollte um jeden Preis aus der Sonne raus. Von einer Mütze Schlaf ganz zu schweigen. Ihre Angst, die Spur ihrer Schwester nicht mehr wieder zu finden, hatte sie dazu gebracht, seit Tagen nicht mehr zu schlafen. Und was hatte sie davon? Die Spur hatte sie trotzdem verloren und die Müdigkeit ließ sie schon Wahnvorstellungen erleiden. Vor ein paar Stunden hätte sie schwören können, ein Wasserloch gesehen zu haben. Doch es war nur eine Mulde im Boden gewesen und erschöpft und missgelaunt war sie weiter gegangen. </div>
<div class="absatz">Nun also lief sie um große Steine herum und hatte schon fast die Hoffnung aufgegeben, als ein Geruch sie aus ihren trüben Gedanken riss. Es roch eindeutig nach Wolf. Wenn sie sich nicht ganz täuschte, war sogar eine Note von Mené unter all den Gerüchen. Denn es waren eindeutig mehrere, die hier irgendwo in der Nähe waren. Kalliope musste nun ein winziges Lächeln unterdrücken. Also war ihre Reise doch nicht so fruchtlos gewesen, wie befürchtet. Mit neuem Elan trabte sie in die richtige Richtung. Hinter einem Hügel, da war sie sich sicher, würden nun die anderen Wölfe sein und unter ihnen auch ihre Schwester. Nur leider versperrte ihr etwas Braunes den Weg. Es hatte die Proportionen und das Gesicht einer Katze. Scheinbar ein Puma. Kalliope war wohl nicht mehr ganz bei sich, denn sie hielt den Berglöwen für eine weitere Halluzination und war dabei, einfach daran vorbei zu laufen. Doch diese Halluzination war deutlich realistischer als zuvor und ließ nicht locker. Der Puma sprang ihr vor die Pfoten und fauchte unangenehm. Kalli legte die Ohren an, hielt den Kopf zurück und kniff die Augen zusammen. Sie schüttelte sich ein paar Mal, doch die Halluzination verschwand nicht und das konnte nur eines bedeuten. Sie hatte ein Problem. </div>

<div class="absatz">Beklommen starrte Kalli aus großen Augen die wütende Katze an. Ihr fiel nicht so recht ein, was die Fähe der Katze angetan haben soll, aber offenbar war das Vieh äußerst ungehalten über etwas. Auch an Kallis besten Tagen hätte sie es kaum alleine mit einem Puma aufnehmen wollen. Schläge hatte sie in der Vergangenheit schon genug einstecken müssen und diese Krallen bewährten Pranken waren keine schöne Aussicht. Kalliope lief langsam rückwärts und hoffte, dass dies die Katze beruhigen würde. Zur Not würde die Fähe einen großen Bogen um sie machen und dann auf einem anderen Weg ihre Schwester finden. Doch ihr Rückzug hatte nicht die gewünschte Wirkung. Ein erneutes Fauchen trat aus der Kehle des Pumas und langsam wusste sie sich nicht mehr zu helfen.

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Kalliope

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