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DAS FORENTEAM

DIE WÖLFE DER ZEIT

WER IST DRAN?

Kapitel 2 - September im ersten Jahr
Die ersten Gruppen von Suchern treffen aufeinander, doch sie sind noch einen weiten Weg von ihrem Ziel entfernt und auch auf dem folgenden Weg, werden ihnen noch einige Rätsel unter die Augen treten. Nur gemeinsam sind sie Stark genug den Weg ins Herzland zu finden und zu meistern!

CHARAKTERE

Fähen: 17 | Rüden: 17

Blacklist

- // -
Ein steiniger Pfad
Gruppe 1: Lyrija
Gruppe 2: Koyuk
Gruppe 3: Quanah

Auf den Spuren der Ahnen
Gruppe 1: Amber
Gruppe 2: Sansa
Gruppe 3: Daenerys

Saat des Bösen
Gruppe 1: Persephone
Gruppe 2: Anakin
Gruppe 3: Midas

Ode an die Feindschaft
Othatha
12.10.2017

Alaskakette

Washington

Montana

Grand Canyon

Tageszeit: Morgen
Wetter: Es ist bewölkt, hin und wieder schafft es die Sonne jedoch durch.
Tageszeit: Morgen
Wetter: Es ist Sonnig und angenehm warm, es sind schöne Schäfchenwolken zu sehen.
Tageszeit: Morgen
Wetter: Nieselregen und Wolkenbehangen, die Sonne schafft es nicht durch die Wolkendecke.
Tageszeit: Morgen
Wetter: Es ist trocken und angenehm warm, der Himmel ist wolkenlos.
 
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Geschrieben: Di 6 Dez - 18:51


Ode an die Feindschaft

Nachdem der Puma endlich weg war, kamen die Wölfe wieder zusammen. Das Drama würde seinen Höhepunkt noch erreichen, doch zuvor würden sie alle nun die Augen schließen und ein wenig von einem besseren Leben träumen. Der Aufstieg aus dem Canyon würde kein Zuckerschlecken werden und für diesen brauchten sie alle ihre Kraft, den auch der Ruf war dort noch in ihren Hinterköpfen. Sie hatten alle das gleiche Ziel, doch würden die differenten Charaktere auch zusammen finden? Aber es heißt ja auch bekanntlich, Gegensätze ziehen sich an. Wir die Gruppe sich zusammenraufen und gemeinsam das Ziel verfolgen?

Ort
Grand Canyon Naationalpark
Wetter
23°C, Wolkenlos

Tageszeit
Vormittag
Landschaft: Eine trockene, karge Canyon-Landschaft mit schon mehr Pflanzenwuchs, einem Fluss und ein wenig mehr Beute. Im Tal, hinter dem Canyon bewaldet.

Protagonisten: Wölfe aus Sonora und den Halbwüsten Arizonas / New Mexikos. Vereinzelt Wölfe aus Colorado, die sich nach Westen aufgemacht haben.




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Geschrieben: Fr 16 Dez - 11:10



We are friars
Newton - 6 Jahre - 73cm - Büffel-Grauwolf-Mischling
Etwas abseits von Mené, Kalliope, Tyrae, Nueva, Othatha| wacht auf | setzt sich neben Lorcas | äußert Überlegungen zum Tagesverlauf

Bläulich gelbes Sonnenlicht war es das Newton weckte. Stumm und still lag der Canyon da. In der Ferne rauschte leise der breite flache Fluss, der das Tal über Jahrhunderte geformt hatte. Es waren die Ohren des Rüden die zuerst wach waren. Stumm zuckten sie, folgten den Geräusch des knackenden Gesteins, das sich von der Kälte der Nacht langsam aufwärmte. Lorcas und Newton hatten sich in den letzten Tagen und Wochen, die sie die Halbwüste¬ von Südosten her durchquert hatten, bereits an die Kälte der Nächte gewöhnt. So sehr man den Pelz am Tag am liebsten ablegen mochte, so froh war man des Nachts, ihn um sich zu haben. Vorsichtig öffnete Newton die Augen und sah - den Kopf noch auf den Vorderpfoten - hinauf in einen wundervollen klaren Morgenhimmel. Keine Wolke, die das kühle Blauweiß der frischen Luft verschleierte. Und über die Kante des Canyons tasteten sich bereits die ersten warmen Strahlen um das Tal sanft zu wärmen.

Der Rüde atmete tief ein und wieder aus, genoss noch für einen angemessenen Augenblick den Moment, bevor er den Kopf hob und sich suchend nach seinem weißbepelzten Begleiter umsah. Oder nannte man das in diesem Zusammenhang eher Leidensgenosse? Sie hatten sich am Abend zuvor tatsächlich dieser ungefestigten Gruppe Fähen und diesem Roten angeschlossen. Die Namen dieser Wölfe kannten Lorcas und Newton noch immer nicht. Aber auch das würde sich voraussichtlich noch klären. Am Tag zuvor war lediglich der Puma ein Thema gewesen. Und nachdem der verjagt worden war und Lorcas und Newton nicht einmal zu einer Rettung hatten heran eilen müssen – was an sich schon ein Wunder war und ganz entgegen ihrer Erwartung lief– hatte sich keiner von ihnen länger als nötig auf den Beinen halten können. In all dem Fels hatten sie sich eine¬ einigermaßen geschützte Kuhle gesucht, in der man sie vom Talboden aus nicht direkt sah und hatten mit der Nachtruhe begonnen. Ein Stück entfernt hatten sich dann irgendwann die Fähen und der Rote diesem Entschluss angeschlossen und sich zum Schlafen niedergelegt. Lorcas und Newton hatten dennoch bezeichnend außerhalb gelegen und waren nicht damit zufrieden gewesen, sich auf die Sinne der Anderen zu verlassen. Zwei Wachwechsel hatten sie in der Nacht gemacht. Newt hatte mit der ersten Wache begonnen. Denn müde waren sie beide gewesen, aber Lorcas wäre unleidig geworden, hätte er die erste Wache halten müssen und noch dazu hatte Newton das seinem übermüdeten Freund nicht antun wollen. Der dicke Pelz des Weißen hatte ihm am Tag sehr zu schaffen gemacht und schließlich war es Newts Wille gewesen, der sie den Canyonhang hinab steigen hatte lassen. Also hielt er auch die erste Wache. Die letzte hatte nun Lorcas inne. Und so entdeckte Newt ihn keine zwei Schritte entfernt am seichten Rand dieser Aussparung im Fels und Ausschau halten. Er wirkte müde. Das ständige Wachehalten war anstrengend. Aber seit sie sich begegnet waren hielten sie es jede Nacht so und man gewöhnte sich doch recht gut an diesen Rhythmus. Bisher hatten sie es stets erfolgreich vermieden, im Schlaf überrascht zu werden.

Der Graue stand zaghaft auf, reckte die steifen Knochen und gähnte einmal herzhaft bevor er staksig die Läufe unter den Leib zog und einmal kräftig das Fell durchschüttelte. Braun rieselte der Staub aus dem Pelz hinab auf die Erde und umhüllte ihn kurz mit einer kleinen Staubwolke. Zwei steife Schritte und Newt war bei Lorcas angekommen. „Guten Morgen, mein Freund.“, grüßte er seinen fahlgrauen Begleiter ruhig und ließ sich neben ihm auf die Hinterläufe sinken. Kurz wedelte seine Rute sanft hin und her, bevor sie sich ruhig auf den Erdboden legte. Ein tiefer genüsslicher Atemzug ging durch den Rüden, dann hob er erneut den Blick in den Himmel. „Heute gilt es, den Aufstieg zu wagen.“, stellte er fest und sah dann erst zu der schlafenden Gruppe Wölfe hinüber, die noch relativ ruhig dalag. „…und herauszufinden woran wir sind.“, fügte er schon finsterer hinzu. Er wandte den Blick ab und sah zu Lorcas, auf der Suche nach Bestätigung, nach so etwas Zustimmung. Er hoffte einfach inständig, nicht allein zu sein mit seiner skeptischen Haltung dieser Gruppe gegenüber. „Die mit den Tränenaugen oder wir. Darauf wird es hinaus laufen.“ Am Abend zuvor waren sie sich jedenfalls einig gewesen. Und Newt sah es nicht ein, die Rangfolge in dieser Gruppe ungefestigt zu lassen, wenn es Lorcas‘ und seine Informationen waren, die sie aus diesem Canyon brachten. Wenn diese Gruppe überhaupt den Hang hinauf wollte. Wenn sie wirklich wussten, wo das Herzland lag. Auch das war noch so eine Unbekannte. Der Aufstieg würde zeigen aus welchem Holz diese Wölfe geschnitzt waren. Und Newton hatte nicht vor so etwas wie Mitleid zu zeigen. Sein Gewissen meldete sich nur leise. So etwas wie Recht und Moral waren tief in ihm verankert. Aber er erinnerte sich auch an den vorigen Abend und der hatte ihm deutlich gemacht womit er hier zu rechnen hatte. Das ließ das Gewissen mit einem Mal sehr still werden. Lorcas und er würden es schaffen. Und ansonsten lag der Fokus lediglich auf der Hellen, der Geführten, die ihn kannte, diesen Ort, an den es sie zog seit sie diesen rätselhaften Ruf gehört hatten.

Er sah wieder in den Talboden hinab, witterte den Fluss, konnte ihn in seiner Senkung erahnen. „Ich schlage vor wir trinken heute Morgen etwas und starten dann gleich den Aufstieg. Nahrung finden wir hier unten sowieso keine. Das heißt… wenn die da mit machen.“ Er deutete nur ein Nicken in Richtung der anderen Wölfe an. „Wir werden jedenfalls bald etwas brauchen und jeder Tag mehr hier unten bedeutet ein höheres Risiko dass diese Raubkatze zurück kehrt oder uns andere Tiere begegnen, die wir nie treffen wollten… Und dass wir zu schwach werden, wieder hinauf zu kommen.“ Und damit war für ihn klar, dass sie Alles daran setzen mussten, nach oben zu gelangen. Auch wenn das einigen von ihren unfreiwilligen Begleitern nicht passen mochte. In welcher Verfassung dieser Aufstieg beginnen würde, hing nun von den ersten Morgenstunden und deren Verlauf ab.







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Geschrieben: Sa 17 Dez - 11:35




alone togheter


Mit den Pfoten unter den Körper gezogen, lag Lorcas, den Kopf stoisch erhoben da. Seine Augen brannten vor Müdigkeit, als die ersten Sonnenstrahlen den Boden des Canyons erreichten. Es war kalt in der nächtlichen Wüste und hier am Grund des Canyons hatte der Fahlgraue zum ersten Mal seit Wochen gefroren. Etwas, was ihm das Schlafen ohnehin vergällt hatte, weshalb ihm auch das Wache halten weniger schwergefallen war, als so manch anderes Mal. Dennoch war er erleichtert, als Newton erwachte. Aufmerksam beobachtete er den Freund wie er sich erst zögerlich regte. Es hätte nur ein lebhafter Traum sein können, aber sie kannten sich inzwischen gut genug, um selbst diese Feinheiten unterscheiden zu können. Und tatsächlich dauerte es nicht lange, bis der Braungraue die Augen öffnete.

Ein weiteres Mal sah der Gelbäugige sich prüfend um, bis Newton zu ihm trat und seine ruhige Stimme hinter ihm erklang. Lorcas lag eine bissige Bemerkung auf den Lefzen, aber er schluckte sie hinunter. Sie waren beide müde und hungrig und das würde auch an Newtons Toleranzgrenze nagen. Darüber hinaus hatten sie bereits einen Gegner und sie brauchten den Zusammenhalt. Also schwieg er, nickte lediglich zu der Begrüßung des Braungrauen und presste kurz die Schnauze gegen dessen Schulter. „Ich bin müde“, gab er sich mit brüchig murmelnder Stimme einen Moment der Schwäche hin. „Und ich weiß nicht, wohin das führen soll…“ Seine honiggelben Augen wanderten glanzlos hinüber zu den anderen Wölfen. In der Stille der Nacht hatte er lange Zeit gehabt sie zu beobachten und nachzudenken. Sie waren ihm suspekt. Er misstraute ihnen. Gestern waren sie halsbrecherisch und grundlos unhöflich gewesen und er wusste nicht, was sie mit diesem Verhalten bezwecken wollten. Lorcas gehörte nicht zu denen, die besonders empfindlich waren und gleichsam legte auch er einen scharfen Ton an den Tag. Aber er war niemand, der im Zufallsprinzip handelte. Was er tat hatte einen Sinn und einen Zweck, er handelte nicht aus dem Blauen heraus, dazu war er nicht zuletzt schlicht zu faul. Mit den fremden Wölfen schien es anders zu sein. Sie hielten sich nicht an die herkömmlichen Regeln des Miteinanders und des Überlebens, die selbst Lorcas beherrschte. Das bedeutete, entweder verfolgten sie ein Ziel, das er nicht kannte oder sie waren tatsächlich so rücksichtlos und dumm. Der Fahlgraue wusste nicht, was ihm mehr Angst machen sollte.

Newton begann bereits den Ablauf des heutigen Tages zu rezitieren und Lorcas warf ihm einen missmutigen Blick zu. Irgendwann hatte er begriffen, dass es dem Braungrauen wichtig war einen Plan vom Tag zu haben, ihn zu strukturieren und danach zu handeln. Für den Gelbäugigen war es jedes Mal wie eine Bürde, als würde Newton ihm all die unmöglich zu meisternden Aufgaben auf den Rücken laden, um zu sehen, wie er darunter zusammenbrach. Und das am frühen Morgen und auf leeren Magen. Weil Newton die Entscheidungen brauchte und er sich viel lieber alle Optionen offenhielt. Wieder wandte er den Blick ab. Selbst zum Streiten hatte er nicht genug Kraft. Im Gegenteil, er wollte Newton an seiner Seite. Er wollte die Kraft und das Gefühl der Zuneigung, er brauchte sie, jetzt wo er nichts Anderes hatte. Aber er wusste nicht, wie er es anstellen sollte. Seltsam, er hatte keine Probleme gehabt, sich die halbe Nacht lang zu überlegen, wie er die Zicken und den Waldläufer möglichst wortreich auf ihren Platz verweisen konnte, sollten sie ihm oder seinem Bruder noch einmal dumm kommen. Es hatte ihm Spaß gemacht und ein wenig von den finsteren Gedanken abgelenkt, die sich immer mehr zu dunklen Kreisen aus Zweifeln um seinen Kopf verfestigt hatten. Doch Newton zu zeigen, wie froh er war ihn zum Freund zu haben, gelang ihm nicht. Und da er eher schweigen würde, als ein einziges missgestaltetes Wort über die Lefzen zu bringen, sagte er nichts. Starrte in die Ferne und versuchte den Tagesplan zu verinnerlichen, so schwer er ihm auch im Magen lag.

„Willst du diesen Haufen tatsächlich führen?“, fragte Lorcas schließlich mit skeptischen Blick, nachdem Newton geendet hatte. Es ehrte den Fahlgrauen zwar, dass Newton von ‚wir‘ sprach, aber Lorcas wusste, dass er damit sich meinte oder selbst wenn nicht, dass es auf ihn hinauslaufen würde. Und es störte ihn nicht, im Gegenteil. Newton war der mit Führungsqualität von ihnen beiden. Lorcas zweifelte keine Sekunde, dass er die Tränende ausstechen konnte, wenn er nur wollte. Aber es war der Wille an dem Lorcas zweifelte, war Newton tatsächlich mit ganzem Herzen bei dieser Sache, war das das Rudel, dass er sich gewünscht hatte oder doch eher eine armselige Kopie dessen? „Versteh mich nicht falsch, ich will dich nicht um die Krone bringen, mein alter Freund – nicht bei diesem Hauptgewinn“, begann Lorcas, die honiggelben Augen zusammengekniffen und ein süffisantes Grinsen auf den Lefzen, „Aber Bisons werden wir mit denen keine Fangen. Naivchen wird sich um die armen, sanftmütigen Pelzriesen sorgen – und mal ehrlich die würde ich ohnehin in Moos und Farnwedel packen, stell dir vor unser Wegweiser ins Herzland klebt einem dämlichen Bison zwischen den Hufen.“ Lorcas seufzte theatralisch. „Die Diva wird sich zu schön sein oder über die eigenen Pfoten fallen. Waldläufer wird wie üblich mit den Büschen Verstecken spielen. Tränenauge wird heroisch kopflos in die Schlacht rennen – ich wette nach dem Puma wird sie nicht mehr aufhören sich in ihrer eigenen Weisheit und Führungskraft zu sonnen. Und unser Neuankömmling… verzeih, aber wenn die nicht insgeheim auf Schmerzen steht, weiß ich auch nicht.“ Nach dieser sehr viel realistischeren Einschätzung ihrer Situation, als Newtons stumpfsinnigen Tagesplan, erhob Lorcas sich und schüttelte die schmerzenden Knochen.

„Ich schätze dich für viele Dinge, mein Freund,“ setzte der Fahlgraue schließlich an, auf Newtons weiteren Worte hin, „Aber dein Optimismus ist es nicht.“ Der Braungraue mochte wohl recht haben, aber was nutzte es, sie vor Augen zu führen, wie viele tausend Mal sie getötet, gefressen, aufgespießt, körperlich und gesellschaftlich vergiftet werden oder verhungern könnten? „Mal abgesehen davon, dass wir den Tieren, denen wir nie begegnen wollten, längst begegnet sind“, ergänzte Lorcas mit einem vieldeutigen Blick hinüber zu den anderen Wölfen. „Lass uns ihnen deinen Tagesplan vorstellen.“ Der Braungraue mochte recht haben und in diesem Fall galt es keine Zeit mehr zu verlieren. Einmal davon abgesehen, dass er das Gefühl hatte die Schwäche, die Newton beschrieben hatte, bereits körperlich zu spüren. Er musste etwas tun, um sich vom Gegenteil zu überzeugen und wenn es ein nervenaufreibendes Gespräch mit den-Tieren-denen-sie-nie-begegnen-wollten war.

{Canyon || Newton, abseits der anderen || hält die letzte Wache | zeigt einen Moment der Schwäche | hört Newton zu | macht seine eigene Version des Tageplans | schlägt vor zu denen anderen zu gehen}



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Geschrieben: Sa 17 Dez - 20:16



We are friars
Newton - 6 Jahre - 73cm - Büffel-Grauwolf-Mischling
Bei Lorcas | erklärt seine Pläne | geht zu Mené, Kalliope, Tyrae, Nueva & Othatha | weckt sie | macht Angebot

„Ich bin müde“ – „Ich weiß.“, antwortete Newton leise. Bedächtig. Ja, er wusste wirklich. Und er verurteilte den Anderen nicht für diesen Umstand, auch nicht für die Feststellung. Viel mehr spürte er Mitgefühl. Er erinnerte sich noch gut an die erste Wache dieser Nacht und er war selbst alles andere als ausgeschlafen. Auch wenn er sich alle Mühe gab, diesen Umstand zu verdrängen. Das sollte ihm nicht im Weg stehen. Heute war diese Schwäche hinderlich. Und das war das einzige, das er Lorcas dazu mitteilen konnte. Aber das wusste der selbst. Das war jedem bewusst, dem klar war, was sie heute vor sich hatten. Und so fasste Newton zusammen, wie die Lage aus seiner Sicht dalag. Ja, er brauchte diesen Plan. Aber es ging ihm viel mehr darum, Lorcas‘ seine Sicht mitzuteilen und die Seine zu erfahren. Seit dem Pumaangriff hatten sie nicht allein sprechen können und er wollte sich rückversichern, dass Lorcas ihm beistehen, ihm den Rücken freihalten würde, auch wenn er seinen Missmut dieser Aktion gegenüber gestern Abend äußerst deutlich gemacht hatte. Die Beiden kannten sich mittlerweile lange genug um zu wissen, dass der eine den anderen nicht einfach verließ weil der mal eine Schnapsidee hatte – das passierte schließlich ständig. Aber Newton brauchte diese Rückversicherung, diese Zustimmung. Hätte er sie von Lorcas nicht bekommen und hätte der seinen Abschied in den Raum gestellt sollte Newton das durchziehen wollen, dann hätte der Braune die Aktion umgehend abgeblasen. Ohne nachzudenken. Er gab viel auf das Urteil seines Freundes. Auch wenn der zuweilen übertrieb, diese Meinung war der Ausgleich, der zweite Blick, den Newton benötigte um sicher zu gehen, dass er mit der Zeit nicht doch wahnsinnig geworden war oder vollkommen wahnwitzige Entscheidungen traf. Den simplen Widerwillen Lorcas‘ wusste er dabei gut von wahrem Widerstand zu unterscheiden. Mit dem Widerwillen konnte er hervorragend leben.

Und so war er froh und dankbar als sein Freund antwortete und seinen Zweifel dieser Gruppe gegenüber kundtat. Zielsicher erfasste der Fahlgraue den Hintergrund von Newtons Worten. Die Konsequenzen, die hinter diesen Plänen standen, von denen Newt gewusst hatte, dass Lorcas sie erkennen würde, wie es in letzter Zeit nur er es vermochte. Er folgte dessen zweifelndem Blick zu der schlafenden Gruppe Wölfe und in seinen Augen spiegelte sich die Sorge. „Von ‚wollen‘ kann nicht die Rede sein. Aber ich werde mir von der Tränenenden keine Anweisungen geben lassen.“ Und das bedeutete nun mal radikal dazu zu stehen und die Konsequenz anzunehmen, dass er es dann war, der sich mit der Gruppe herumschlug. Wer von den Anderen schaffte es schon einen klaren Gedanken zu fassen, der über ihre eigenen Bedürfnisse hinaus ging?

Ernst lauschte Newton Lorcas‘ Einwänden. Und mit allem was der sagte hatte der Recht. Aber ganz so bindend wie der Graue sah Newt die Sache nicht. Dennoch musste er sacht lächeln als Lorcas die Bisons ins Spiel brachte. Er fühlte sich an jenen Tag erinnert an dem sie eine Hirschkuh erlegt hatten und diesem grauen Rüden begegnet waren. Lang war dieser Tag schon her, aber Newton erinnerte sich noch genau an diesen Augenblick in dem der Freund ihm von seinem insgeheimen Traum erzählt hatte, einmal mit einem großen Rudel Bisons zu jagen. Er hatte ihm versichert, dass das eines Tages geschehen würde. Jenes Rudel würde dieses allerdings nicht sein, da gab er ihm unumwunden Recht. „Aber vielleicht müssen wir mit denen auch gar keine Bisons jagen. Vielleicht reichen schon einige Hasen. Wir müssen nur über die Runden kommen. Mehr nicht. Wichtig ist die Helle. Ihr Wissen ist es das wir brauchen. Und ich werde sie nicht Anderer Kontrolle überlassen bis wir wissen wo das Herzland liegt. Dort finden wir vielleicht mit Glück ein Rudel, mit dem man eine große Leistung vollbringen kann. Bis dahin müssen wir einfach kurzfristig denken.“

Etwas das Lorcas sagte ließ Newton aber hellhörig werden. Er wandte das nachdenklich verzogene Gesicht dem Weißen zu. „Schmerzen?“, hakte er nach. Die Narben am Narben im Fell der neuen Fähe hatte Newt durchaus entdeckt. An den Stellen an denen der Pelz kurz und fein war schimmerten sie hindurch. Lange schlecht verheilte Schneisen. Aber der Gedanke, den sein Begleiter da äußerte, stimmte Newton skeptisch. Wer wusste woher die Verletzungen stammten? Was wenn sie ein Omega gewesen war bevor sie zum Herzland aufgebrochen war? Grund genug hätte sie gehabt. Ihr Mut musste mit einer solchen Position nicht viel zu tun haben. Aber… freiwillig? Das war ein Gedanke, der Newton äußerst fern lag. Er hatte wage von solchen Fällen gehört. Aber sie hatten ihm stets weit weg erschienen und mehr als unrealistisch. In einer Welt in der die Wölfe immer weniger wurden… freiwillig Schmerzen auf sich nehmen? Sein Blick glitt zu der schlafenden Fähe. Versuchte zu ergründen, ob der Freund Recht haben mochte. Es wollte ihm nicht gelingen.

„Ich schätze dich für viele Dinge, mein Freund, aber dein Optimismus ist es nicht. Mal abgesehen davon, dass wir den Tieren, denen wir nie begegnen wollten, längst begegnet sind“, unterbrach der seine Gedanken. Unwillkürlich stahl sich ein breites Grinsen auf seine Lefzen. Süffisant wirkte es fast. Es mochte Lorcas alle Ehre machen. Anerkennend ließ Newt kurz den Kopf zur Seite sinken. „Damit magst du durchaus Recht haben“, gestand er dem Freund mit Amüsement in der Stimme ein. „Lass uns ihnen deinen Tagesplan vorstellen.“ Newton seufzte einmal tief und lautlos. Dann stand er auf um dem Vorschlag Folge zu leisten. Das war wohl die beste Option. Je früher sie aufbrachen desto besser. Und je eher sie die Anderen vor vollendete Tatsachen stellten, desto geringer war das Risiko, dass irgendwelche Missverständnisse aufkamen. Seine Läufe trugen ihn die paar Schritte zu den Anderen. Ein bellender Laut löste sich schließlich aus seiner Kehle. Nicht so laut, dass man ihn durchs Tal hätte hören können, nicht so leise, dass Jene die er wecken sollte überhörten. „Steht auf, es ist Zeit. Wir müssen den Canyon hinauf.“ Einen Augenblick hielt er inne, achtete auf ihre Reaktionen, bevor er fortfuhr: „Oben auf der anderen Seite liegt eine grüne Aue. Dort wird sich fürs Erste Nahrung finden. Wir haben auf dem Abstieg einen Pass entdeckt, der uns dorthin bringen wird. Wenn ihr Lorcas und mir folgen werdet, führen wir euch nach oben.“







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Kalliope (Gwyn)

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Gezeichnet... das würde passen. Hatte sie doch stehts den Kopf hingehalten, wenn ihre Schwester bestraft werden sollte. Somit musste sie schnell erwachsen werden. Und die Macht der Worte für sich zu Nutze machen.



Geschrieben: So 18 Dez - 15:11





Kalliope



Mexikanischer Wolf # 2 Jahre


Ode an die Feindschaft

in einer Höhle bei den anderen Wölfen # verwundet und geschwächt # spricht # wartet auf Menés Meinung

Ein lautes Bellen ertönte und schlagartig öffnete Kalliope ihre Augen. Sie hatte erwartet, dass ein Mitglied ihres Rudels sie geweckt hatte, weil sie mal wieder zu lange schlief. Sie hatte erwartet, dass sie in einer kleinen Senke erwachen würde in ihrer Heimat, die so trocken und staubig war, wie ihr eigener Pelz. Und sie hatte erwartet, dass neben ihr ihre Schwestern liegen würden, gleichermaßen verschlafen und irritiert. All dies stellte sich als falsch heraus, als ein unbekannter hellbrauner Rüde in ihrer Nähe zu sprechen begann. Erst jetzt erkannte sie, dass sie nicht wie gewohnt in einer Senke erwacht war, sondern in einer kleinen Höhle aus rotem Gestein. Sonnenlicht flutete durch eine Öffnung im Fels zu ihnen herein und tauchte alles in eine zwielichtige Atmosphäre. Um sie her lagen noch weitere Wölfe, allerdings niemand, den sie kannte. Was nicht ganz stimmte, denn beim zweiten Mal Hinschauen erkannte sie immerhin Mené. Und dann erinnerte sie sich daran, wie sie eigentlich hierher gekommen war. Mené war verschwunden, Kalli war ihr gefolgt, sie hatte sie fast gefunden, als ein Puma sich ihr in den Weg stellte. Er verpasste ihr einige heftige Schwinger, ehe Mené und andere Wölfe ihr zur Hilfe eilten. Ihr Blutverlust hatte sie halb bewusstlos gemacht, weswegen sie nur mehr schlecht als recht den Weg in diese Höhle geschafft hatte, wo sie augenblicklich zusammengebrochen war. Kalliope wälzte sich auf den Bauch, um sich ihren Brustkorb genauer anzusehen. Wie erwartet waren dort einige tiefe Schnitte, die blutverkrustet und gerötet waren. Wieder ein paar Narben in ihrer Sammlung. Es war schwer zu erkennen durch das ohnehin schon rötliche Gestein, aber sie war sich ziemlich sicher, dass dort, wo sie gerade noch gelegen hatte, rostrote Flecken schimmerten. Wenigstens war der Blutstrom über Nacht versiegt. Was nicht hieß, dass es ihr im Moment besonders gut ginge. Tatsächlich fühlte sie sich enorm schlapp und nicht fähig, auch nur daran zu denken, heute wieder einen kleinen Marsch hinzulegen. Was zweifelsohne von ihr verlangt wurde, angesichts der Tatsache, dass der hellbraune Rüde mit ihr und den anderen sprach. Ihre Ohren zuckten träge in seine Richtung, doch ihre Augen verhaarten weiterhin auf ihren neu geschaffenen Narben.

Sie wusste, wäre Mené nicht gekommen zusammen mi einigen anderen, wäre sie jetzt nicht mehr. Sobald sich die Gelegenheit bot, würde sie sich herzlich bei ihr bedanken. Und bei den anderen natürlich auch. Nicht jeder Wolf hätte einer völlig Fremden geholfen und schon gar nicht, wenn das eigene Leben auf dem Spiel stand. Wobei zwei von ihnen definitiv nicht dazu beigetragen hatten, sie zu retten. Nun hob  sie doch ihren Blick und schaute zu dem Rüden, der gesprochen hatte und zu seinem weißpelzigen Freund. Sie kannte die beiden so gut wie gar nicht, dennoch hatte sie das Gefühl, dass die beiden sich schon bedeutend länger kannten, als der Rest der Gruppe. Immerhin waren sie es gewesen, sie seelenruhig in der Ferne zugesehen hatten, wie Kalliope fast in Scheiben geschnitten wurde. Verständlicherweise traute sie ihnen daher nicht. Zumindest nicht wirklich. Wenn sie genauer darüber nachdachte, wusste sie selber nicht, ob sie einem Fremden gegen einen Puma verteidigen würde. Doch scheinbar waren diese zwei den anderen vorher begegnet, was hieß, dass sie nicht alleine gewesen wären, um ihr zu helfen. Sie schüttelte kurz ihren Kopf. Was spielte es für eine Rolle, wer ihr geholfen hatte? Zum Schluss zählte nur, dass sie noch lebte. Nun endlich ließ sie auch die Worte des Rüden auf sich wirken. Eine Aue sagt er? Im Grunde klang dies nicht schlecht, wenn dies nicht bedeutete, einen Kamm hinauf zu klettern. Sie wusste, sie würde dies nur unter größten Anstrengungen bewerkstelligen und vermutlich würde sie weit zurück fallen, da ihr Tempo sich ihren Verletzungen angleichen musste. Doch wenn sie jetzt Schwäche zeigte, würde sie den anderen damit nur zu verstehen geben, dass sie es nicht wert war, gerettet zu werden. Zurück konnte sie nicht mehr, ihr altes Rudel war unwichtig. Aber Kalliope glaubte, dass Mené gerne bei dieser komischen Truppe bleiben wollte und Kalli würde dorthin gehen, wo es ihre Schwester hinzog. Sie war nicht wirklich glücklich darüber, schließlich kannte sie keinen und sie vertraute ihnen nicht. Im Normalfall würde sie auch jeden angehen, der ihrer Schwester drohte, doch in ihrem jetzigen Zustand war das reines Wunschdenken. Somit blieb ihr nichts anderes  als zu denken, dass sie völlig nutzlos und unbrauchbar war. Sie konnte nicht jagen, sie konnte nicht sprinten oder kämpfen. Die beiden Rüden hatten etwas bestimmendes an sich, was sie glauben ließ, dass sie keine Probleme damit hätten, einen Wolf zum Zwecke der Allgemeinheit zurück zu lassen. Und mit denen sollte sie dank Mené reisen? Vielleicht sollte sie einfach in dieser Höhle bleiben...  


Leicht zitternd setzte sich die Fähe auf. Sie schaute zu ihrer Schwester, dann zu dem Hellbraunen. "Wenn Mené mit euch gehen will, werde ich das auch tun." Dass sie körperlich eventuell dazu nicht in der Lage war, verschwieg sie lieber. Sie wartete darauf, dass Mené ihr sagte, was sie tun wollte. Die eine Möglichkeit war es, diesen beiden selbsternannten Anführern zu folgen und zu riskieren, von ihnen umstandslos zurückgelassen zu werden, wenn Kalli sich als Bürde erwies, oder die beiden Schwestern konnten ihrer eigenen Wege gehen. Wobei ihr letzteres besser gefiel. Sie hatte nur unterschwellig etwas von einem Herzland mitbekommen, war allerdings nicht ganz davon überzeugt. Überall war es gleich. Warum sollte dieser Ort besser sein als jeder andere auch?


    ♥



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Othatha (Ray)

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Rüde des Monats Mai



Geschrieben: Mi 18 Jan - 21:31


Er hatte recht gut geschlafen, auch wenn seine Wachsamkeit nicht nachgelassen hatte, immerhin lagen sie mit Schneewittchen und dem Grumpelzwerg in einer Höhle und DENEN traute er kein Stück. Erst recht nich, als sie recht harsch geweckt wurden und die Beiden das Ruder an sich rissen. Sofort sträubte sich ihm der Pelz und beinahe hätte er vergessen, dass er das Schweigen vorzog. Nein, mit solch minderwertigem Pack würde er ganz sicher kein Wort sprechen! Er erhob sich in eine beinahe sitzende Haltung und zeigte dem Grumpelzwerg und seinem Schneeflittchen ziemlich eindeutig die Zähne um zu verdeutlichen, was er davon hielt, dass die beiden sich hier nun als die Retter der Wolfheit aufspielten und glaubten, dass diese Gemeinschaft IHR Rudel wäre und sie das Recht hätten zu führen. Mit aufgestelltem Nackenhaar und erhobener Rute stand er nun auf und schob sich unbemerkt vor Nueva und Tyrae, die beiden würde er ganz sicher nicht mit den beiden gehen lassen. Die Dramaqueen konnte gern machen was sie wollte, und das Pumafutter wollte anscheinend bei der Dramaqueen bleiben - auch gut, aber solange er noch hier war, würde er Tyrae nicht fortgehen lassen.

Sie sollten die Höhle verlassen und den beiden folgen? Im Leben nicht. Am ende schubsten sie sie alle noch irgendwo ne Klippe runter oder führten sie direkt vor das Feuerrohr eines Menschen. Ne ne ne so nicht! Langsam senkte er den Kopf und trat einen Schritt auf das Chaosduo zu. Lorcas gegenüber hätte er keine Chance aber Newton war Kleiner und das bedeutete, dass er ihm eher gewachsen wäre. Die Situation abschätzend, tänzelte er etwas zur Seite, weg von Lorcas und taxierte die Beine des anderen Braunen. Pfoten und Beine waren wichtige Fixpunkte beim Kämpfen. Wer stolperte hatte so gut wie verloren. Und wenn er Newton zum stolpern bekam, war er zumindest in Führung.

Also nicht, dass ER sich hier zum Rudelführer aufschwingen wollte - er wusste, dass er dazu nicht geeignet war, aber er wollte deutlich machen, dass DIE da es auch nicht waren. Wenn jemand das Zeug zum Alpha hatte, dann sein Tränchen. Sie war nicht nur die Älteste hier sondern auch diejenige die hier am meisten die Ruhe bewahrte. Und genau das brauchte dieser Haufen doch. Seine Ohren zuckten hin und her, während er den besten Punkt für einen Scheinangriff suchte.

Ein Scheinangriff sollte ausreichen um deutlich zu machen, auf welchem Standpunkt er sich befand.

[Höhle - wacht auf - stellt sich von Nueva & Tyrae - will Newton auf seinen Platz verweisen mit einem Scheinangriff]


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Tyrae (Mera)

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Die Tränende, die Gezeichnete, Tränennarbe - viele Bezeichnungen und alle passen sie zu Tyrae




Geschrieben: Mi 18 Jan - 22:58



FEEL THE AGONY CRAWLING ON YOUR KNEES//
//  FEEL THE HEARTBEAT AND THE BLOODSHED


Nach der Sache mit dem Puma war Tyrae ziemlich erschöpft gewesen. Aber eben auch glücklich. Glücklich darüber, dass Mené ihre Schwester wieder hatte und diese soweit es ging wohlauf war. Dementsprechend war wohl auch keiner gegen die Nacht in der Höhle, die sie schlussendlich aufgesucht hatten. Ihre müden Knochen waren schnell in eine sanfte Ruhe geglitten, wenngleich ihr Bewusstsein nicht völlig der Ruhe frönte. Die Nacht war an sich traumlos verlaufen. Sie hatte sich in die Nähe Nuevas gelegt und war wohl auch nicht sehr weit vom Waldläufer entfernt. Dass er nach wie vor bei ihr war, beruhigte ihre aufgekratzte Seele und manches Mal erschien es ihr, als hätte ihr Lucatiel einen Verbündeten an die Seite gestellt. Jenen Gedanken verwarf die Tränende jedoch sehr schnell wieder.

Etwas müde, blickte sie auf, als einer der beiden Rüden vom Vortag irgendwas von Aufstehen faselte. Bis die reagieren konnte, tat dies jedoch schon ein anderer Wolf, den sie etwas verwirrt hinterher sah. Oh Wolf, was mochte dies für ein Ende nehmen. Eigentlich war sie weniger daran interessiert den beiden Rüden zu folgen, allerdings hatten sie insgeheim leider eine gute Karte in den Pfoten. Nämlich die des Wissens über das Gebiet. Es wäre töricht ihnen in diesem Fall nicht zu vertrauen. Zumindest konnten sie danach immer noch andere Wege gehen, oder? Sie seufzte leise, erhob sich dann und hängte den Kopf leicht nach unten.

“…Freund, nicht doch. Sei nicht dumm. Sie wissen mehr über das Gebiet Bescheid als wir. Zumindest für den Aufstieg… sollten wir ihnen das Vertrauen schenken. Danach sehen wir weiter…“,

entwich es ihr, womöglich ungewohnt sanft? Sie erkannte ihre eigene Stimme in jenem Moment nicht wieder, warf dann einen Blick zu Nueva in der Hoffnung, dass jene dem Ganzen zustimmte. Sie tat es der Jüngeren wegen, denn ihretwegen den Rüden folgen? Eher hätte sie den Weg über brennende Kohle vorgezogen, als den beiden zu folgen. Wenige Wolfsaugenblicke später, stand sie mahnend neben Othatha und drückte ihren Kopf an die Flanke des Roten.

“Aber vielleicht sollten wir uns einander doch vorher vorstellen – ich möchte ungern Weißpelz, Vorsicht ein Stein, rufen, wenn einer auf euch hinabstürzt“


[ Höhlengruppe – erwacht und stoppt Othatha in seinem Handeln # spricht dann mit Newton und Lorcas ]






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FEEL THE AGONY CRAWLING ON YOUR KNEES//
//  FEEL THE HEARTBEAT AND THE BLOODSHED

Can't withstand the line of tears slowly slipping down one's cheeks
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Geschrieben: Do 19 Jan - 20:32



We are friars
Newton - 6 Jahre - 73cm - Büffel-Grauwolf-Mischling
Bei Lorcas, Mené, Kalliope, Tyrae, Nueva & Othatha | antwortet Tyrae | verabschiedet sich | geht mit Lorcas seiner eigenen Wege

Es gab viele Dinge, die Hoffnung für diese Gruppe Wölfe bedeuteten. Lorcas und Newton konnten zwei davon sein. Aber es gab auch viele Dinge die dagegen sprachen. Als Newton zurück zur Kuhle gegangen und an die Fähen und den Roten herangetreten war um sie zu wecken, war er noch überzeugt davon gewesen, dass sie von dieser weißen Fähe würden profitieren können und dass es den Aufwand wert war, den es bedeutete diesen Plan zu verfolgen. Dass es zwar schwer aber machbar sein würde mit dem Ziel vor Augen. Aber als er sah wie sich die Wölfe hochschleppten und wie schwach auch die Schwester der Fähe mit Hang zur Kindlichkeit tatsächlich war, da begann er zu zweifeln. Lorcas konnte durchaus Recht haben. Und mit solch einer Last würden sie den Aufstieg kaum in einem Tag meistern. So standhaft sie sich da auch in ihre Blutlache stemmte. Es fühlte sich an wie eine Ewigkeit, die die Anderen brauchten um vollkommen wach zu werden. Ungeduld biss sich in Newtons Kiefer und ließ ihn die Zähne zusammenpressen. Viel Zeit nachzudenken. Was bedeutete diese Fähe überhaupt? Selbst wenn sie wusste, wo jenes Land lag, das sie das Herzland nannte, wer sagte ihnen, dass das der einzige Weg war? Wenn sie alle den Ruf gehört hatten, dann bedeutete das doch auch, dass sie alle in der Lage waren ihm zu folgen. Dorthin, wohin er sie führen wollte. Dachte er anders, wären sie abhängig. Und wenn sie auch die Führung übernehmen mochten. Es waren sie, die abhängig von den Anderen sein würden. Abhängigkeit, ein schreckliches Wort. Die Kojoten hatten es damals verwendet, bei dem Versuch Newton im Rudel gefangen zu halten, ihn seine Strafe ertragen zu lassen. Nur weil sie es sagten, weil sie es für rechtmäßig hielten. Solchen Dingen beugte er sich nicht. Auf schreckliche Art fühlte er sich an vergangene Zeiten erinnert. War es das Wert? Zu kämpfen?

Eben das schien sich auch ein Anderer zu fragen. Auf recht skurrile Weise jedoch. Der Rote war vorgetreten, fixierte Newtons Beine unverwandt als habe er noch Blut an den Läufen kleben. Er wirkte diebisch, aber nichts an seiner sonstigen Körperhaltung ließ auf Aggression schließen. Was genau trieb der da? Voller Unverständnis legte Newton den Kopf mit den aufgerichteten Ohren schräg und taxierte den Größeren. Wenn es dieser Wolf darauf anlegte, war er dem weit kleineren Lorcas und seinem bräunlichen Begleiter mit Leichtigkeit überlegen. Aber legte er es darauf an? Newton konnte den Anderen kaum deuten. Skepsis machte sich in seinem Wolfsgesicht breit. Immer sicherer wurde er sich, dass es das nicht wert war. Er musste an eine seltsame Eingebung aus der Nacht denken, die unvermittelt in seinem Gedächtnis auftauchte und er wollte schon einen Schritt nach hinten machen, diese Aktion als ein überdeutliches “Nein“ deuten und seine Pläne ändern, sich umorientieren, als die mit den Tränenaugen vortrat und mit devot gesenktem Haupt die Schnauze vorstreckte, sie geradezu sanft in das rote Fell des Rüden drückte. Ihre Worte überraschten Newton nicht nur, sie erschreckten ihn. Fassungslos hob er den Kopf, sah wage zu Lorcas, der neben ihn getreten war. Dann wieder zu der Tränenden um sie zu mustern. War das ihr Ernst? Weshalb mit einem Mal so freundlich? Unumgänglich, da eine Falle zu wittern. Es würde kompliziert werden. Dieser ganze vermaledeite Aufstieg würde kompliziert werden. Ununterbrochen würden sie damit rechnen müssen, dass ihnen aus dem Nichts heraus jemand in den Rücken sprang sobald sie den Pass erreicht haben würden. Und dann galt es mit der Verwundeten rechtzeitig vor der Dunkelheit nach oben zu kommen, womöglich noch das Gejammer der Jüngsten ertragen zu müssen. Und wofür das alles? Für einen Weg, den sie auch alleine, in Ruhe und in Sicherheit würden finden können. Und vor allen Dingen ohne die Herausforderung, es einem ganzen Haufen unnachgiebiger Wölfe recht machen zu müssen. Als das, wofür sie gemacht waren. Als Einzelgänger. Sie waren nicht gesellschaftskompatibel. Newton musste das endlich einsehen. Und sein Traum würde womöglich niemals wahr werden. Er konnte froh sein, wenigstens Lorcas zu haben. Diesen treuen Freund, der es unnachahmlich verstand, seine Gedanken zu vervollständigen. Und er sollte nicht versuchen, das auf Biegen und Brechen zu ändern.

Newton sah einen Augenblick zu Lorcas, dann in die seltsam gefärbten Augen der Tränenden. Schüttelte den Kopf. Die Entscheidung war gefallen. „Ihr habt eure Chance vertan. Wir werden ohne euch ziehen. Mit ihr“, er nickte in Richtung der Verwundeten, „schaffen wir es nicht den Pass hinauf. Ihr werdet sie höchstwahrscheinlich nicht zurück lassen. Also trennen sich unsere Wege hier. Wir sehen uns im geheiligten Land, Tränende.“ Und nach einem kurzen Zögern: „Habt viel Glück auf eurem Weg.“ Damit wandte er sich von den Wölfen ab, die er für einen kurzen flüchtigen Augenblick in seine Pläne einbezogen hatte. Er sah Lorcas an und trabte los. Auf in den Talkessel des Canyons, die Gruppe um die Weiße zurücklassend. Stille. Nichts als angenehme Stille. „Weißt du mein Freund?“, begann er schließlich als sie eine Weile gelaufen waren. „Ich denke du hattest Recht. Wir reisen besser allein.“ Tief atmete er die kühle Morgenluft ein und fühlte sich mit einem Mal befreit. Die weiten Horizonte lagen vor ihnen. Sie würden diese Wüste verlassen. Und von hier aus jenes Land finden, das ihnen Frieden bescherte. Ohne jene Wölfe, die sie stets nichts als Kraft kosteten. Wer wusste wohin sie ihr Weg führen mochte? Oder welchem Ruf sie letztendlich folgen würden? [b]„Ich hatte letzte Nacht einen seltsamen Traum, weißt du? Es war wie der Ruf.. nur anders... aber ich bin überzeugt, mein Freund, schon bald werden wir in einem fremden Land nur so in Essen schwimmen. In so viel davon, dass wir uns nicht werden entscheiden können, in was wir zuerst unsere Fänge hauen. ... Sagt dir die Schlacht am Boyne etwas? Ich habe vor letzter Nacht nie von so einem Kampf oder einem solchen Ort gehört. Aber ich denke wir sollten dem nachgehen...“ Wahrscheinlich war es nichts als der Hunger, der aus ihm sprach. Wichtig war: es gab Möglichkeiten, die vor ihnen lagen. Auch wenn sie jene, die hinter ihnen lagen wohl eine Weile nicht vergessen würden. Er sah Lorcas im Lauf unvermittelt an als er daran denken musste. Sah ihn an und musste unvermittelt lachen. Lauthals und so vollkommen ohne Zusammenhang, dass es das Schönste, Verrückteste war, das er seit Langem getan hatte.

Wenn man vom Rest ihres Lebens einmal absah.

- OUT -







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Zero

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Wer seid ihr das ihr jammert? In eurem Herzen wohnt die Wärme, welche ihr einst bekommen habt. Ihr habt euer Leben doch gut gelebt und konntet groß werden wie ihr wollt. Euch ist es möglich Erben zu zeugen, sie groß zu ziehen und sie vor den Menschen zu schützen.
But what's with me? I'm all broken and just want to learn. I want to know why the humans got me and abused me. So why should I ask? You answer me or you will learn what pain is.





Geschrieben: Mo 23 Jan - 18:48




Im Canyon | alleine | läuft durch das Unterholz, sieht Newton und Lorcas durch die Büsche, rennt auf sie zu zum Spielen, springt über einen Busch und landet im Fluss, gerät in Panik, kommt wieder auf die Pfoten, denkt an die vergangenen Tage, entdeckt beim weitertraben die Höhle mit der Gruppe in ihr, nähert sich ihnen vorsichtig

Gesprochenes | //~Gedachtes~//


Sanft spürte er die Sonnenstrahlen auf seinem Pelz kitzeln. Immer im Wechsel mit der Kühle des Schattens. Kühl. Warm. Kühl. Warm. Kühl. Es war wie der Moment, wenn seine Pfoten auf den weichen Boden traten. Kühl. Schritt. Warm. Schritt. Kühl. Schritt. Warm. Schritt. Kühl. Der beständige Wechsel sorgte dafür, das er sich nicht allzu unwohl in dieser Wärme fühlte. Noch vor einigen Wochen hätte er alles für Wärme getan, hätte sein Leben herzlich gerne dafür gegeben ein Mal nicht auf diesem kaltem Tisch zu liegen oder in dieser engen Zelle zu kauern, wenn er dafür nur ein einziges Mal die Wärme der Sonne spüren dürfte. Nun aber wollte er zu gerne die vertraute Kühle zurück. Ohne die Kühle wurde es ihm viel zu schnell viel zu warm. Wärme konnte töten, da war er sich sehr sicher. Kälte auch, ja, aber die Wärme fand er in diesen Momenten seiner nahezu rastlosen Suche deutlich unangenehmer.
Als er ein leises Knacken im nahen Unterholz hörte stoppte der schlaksige Mackenzie-Wolf und suchte den Ursprung des Geräusches. Es hatte sich angehört, als wäre ein Ast auf dem Boden zerbrochen. Nicht unter Hufen, dieses Geräusch kannte er mittlerweile. Viel mehr klang es wie das Knacken unter seinen Pfoten, wenn er in einem unachtsamem Moment auf eines der trockenen Hölzer trat. Was hatte er sich bei dem ersten Mal vor diesem Geräusch erschreckt, war es doch so unvertraut und laut in seinen Ohren gewesen. Manchmal fehlte ihm das leise Summen der grellen Neonlichter, das gleichmäßige Piepsen der Geräte und das Rascheln der Menschenkleidung. Oft wünschte er sich diese Geräusche zurück, denn was sie mit sich brachten kannte er und es war ihm vertraut.
Durch das Unterholz entdeckte er Bewegung, eine Bewegung die er direkt einem Wolf zuordnete und einfach wusste, das es ein anderer Wolf war. Woher dieses Wissen kam wusste er nicht, er wusste bloß das es so war. Konnte er es wagen sich zu nähern? Sich dem Unbekanntem zu zeigen und mit ihm zu reden? //~Vielleicht ist es auch eine Sie? Wenn es eine Sie ist kann ich Sie fragen und eine Erklärung fordern. Eine Erklärung wird Sie mir doch geben können... Oder? Ja, das muss Sie einfach können.~// Seine Gedanken waren wüst, suchten bereits jetzt nach der ersehnten Antwort von Ihr. Ganz ohne das er es bemerkte setzte sein vernarbter Körper sich in Bewegung. Er wollte die Antwort ebenso erfahren, wie es seinen Geist nach einer Antwort verlangte. Endlich gab es die Möglichkeit Wissen zu erfahren, zumindest hoffte er es. Wenn es kein Wissen gäbe wäre er unzufrieden, aber vielleicht wäre es dann ein Welpe mit dem er spielen konnte.
Plötzlich waren die Bewegungen seiner Beine wieder interessanter als das Durcheinander in seinem wirrem Kopf. Bestimmt würde er fortlaufen, wenn er sich nicht beeilte. Dabei wollte er nicht alleine sein! Er war lange genug alleine gewesen. All die Zeit in seiner Zelle und in den Menschenlaboren war er alleine gewesen, da konnten Sie doch jetzt nicht weglaufen. Ein leises Jaulen entkam ihm vor Verlangen Sie aufzuhalten. Jetzt achtete er auch nicht mehr darauf leise zu sein, sondern sprang in langen Sätzen durch das immer magere Unterholz. Gewiss würden Sie doch auf ihn warten? Warum sollten Sie denn gehen? Er war doch hier und Sie könnten mit ihm spielen!
Nach seinem letztem Sprung weiteten sich die dunklen Bernsteine seiner Augen, denn vor ihm war direkt ein Fluss. Laut platschend landete er mitten im Wasser. Es war ja nicht so das er Wasser hasste. Nein, Nein, er liebte Wasser. Jede Art von Wasser war toll. Kaltes Wasser, warmes Wasser, Wasser aus einem See, Flusswasser, Regen. All das Wasser war toll. Zumindest solange er sicher auf den Pfoten stehen konnte. Schwimmen hatte er in den Laboren nicht gemusst und beigebracht hatte es ihm niemand. Somit war er von all dem Wasser um sich herum völlig verängstigt, strampelte wild und unkoordiniert mit den langen Läufen durch das Wasser und war sich sicher nie wieder Boden unter den Pfoten zu haben. Eigentlich wollte er noch mehr von der Welt sehen, als das er jetzt schon zum sterben bereit war. Im Labor ja, aber jetzt wo er draußen war wollte er dann doch noch nicht seinen letzten Atem aushauchen.
Unter seinen Ballen spürte er festen Boden beim nächstem Tritt. Boden? Sofort suchte er die Festigkeit, hievte sich aus dem Nass und stand bis auf die Knochen durchnässt in einem flachem Flussbett. Wo er darüber nachdachte hatte er zwischen seinen Pfoten gar kein Wasser gespürt. Hatte er also völlig verwirrt auf dem Rücken gelegen? Jetzt wo ihm die Idee in den Sinn kam wusste er auch, das es so gewesen war. Ein wenig schämte er sich doch dafür. Ob ihn wohl jemand gesehen hatte? Bestimmt hatten Sie über ihn gelacht, weil er wie ein Sack auf dem Rücken gelegen hatte und sich nur hätte umdrehen müssen.
//~Dummer Fellball!~//, schimpfte ihn eine Stimme, //~Jetzt wollen Sie bestimmt nicht mehr mit dir spielen! Wo sind Sie überhaupt? Vielleicht kannst du es ihnen ja erklären.~// In seinen Ohren klang das gar nicht so dumm, sodass er sich schnell umsah, während er aus dem Wasser stackste. Wäre seine Nase in Ordnung würde Zero wohl sehr deutlich bemerken, das die gesehenen Wölfe längst verschwunden waren. Aus dem Wasser draußen schüttelte er sich, warf das Wasser aus dem struppigem Pelz und seine Gedanken fokussierten sich in diesem Zeitraum auf das Nachfolgende. Seine Ohren entspannten sich und als sich seine Augen öffneten war der wirre Geist aus ihnen verschwunden. Stattdessen sah man nichts außer Leere und Wachsamkeit, vielleicht einen Hauch von Unsicherheit.
Sein Blick wanderte die Wände aus Stein hinauf. Wieso war er nochmal hier hinab gestiegen? Was war der Grund gewesen? Ach ja, da war ein Hase gewesen und er war ihm gefolgt. Beim Anblick der Wände hatte er dann beschlossen hinab zu steigen. Wasser gab es hier unten schließlich auch und er würde wohl auch etwas zu beißen finden. Mehr als ein wenig Hunger konnte er nicht haben und den war er längst gewöhnt. Deswegen hatte er schließlich den Abstieg zwischen die Steinwände gewagt, auch wenn ihm der harte Untergrund nicht so recht war. Wenigstens war der Stein nicht kalt, aber während des Abstiegs war es ihm doch ein wenig zu warm geworden. Da hatte er die Schatten am Fuße der Steinwand wirklich begrüßt und kaum das er einen Hasen im kargem Gebüsch verschwinden sah war er schon wieder auf der Jagd.
Kopfschüttelnd trottete der sandfarbene Rüde wieder los, auf der Suche nach etwas aufregendem und spannendem. Möglicherweise fand er wirklich noch den Wolf, den er gesehen hatte. Es wäre wirklich schön mal nicht alleine durch die Gegend zu laufen. Er hoffte wirklich auf einen Welpen zu treffen oder zumindest jemanden mit dem er zurecht kam. Eine Fähe hätte es wohl am schwersten, aber wenn Sie ihm antwortete würde er wohl auch mit ihr laufen. Warum auch nicht? Solange sie ihre Welpen nicht im Stich ließ konnte er gewiss auch mit einer von Ihnen laufen. Man könnte ihm ja vielleicht erklären was genau dieser Ort war.
Plötzlich bemerkte er eine Höhle und als er sich dieser näherte entdeckte er Wölfe. Gleich mehrere und sie schienen sich zu kennen. Unsicher geworden verlangsamte sich sein Schritt zu einem sehr langsamen und zaghaftem Heranschleichen. Seine Ohren lehnten sich nach hinten, zeigten seine unsichere Haltung. Schnell leckte er sich über die Nase, fuhr sich über Leftzen und beruhigte seine aufgeregte Atmung. Ihm würde wohl kaum etwas geschehen, schließlich konnte er notfalls angreifen.



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Mené (Rima)

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Erwachsen sein, ja das fällt mir schwer ! Denn dann kann ich, nicht ich sein. Denn ich bin die, die im regen tanzen will und, die von Dingen träumt die nie wahr werden und trotzdem an sie glaubt.




Geschrieben: Fr 10 Feb - 14:03




Morgen. Ernüchternd wurde die Fähe geweckt, der vertraute Geruch ihrer Schwester lullte sie einen Moment ein. Die Erinnerungen kehrten langsam zurück, sie hatte das perfekte Drama vor sich gehabt. Doch hätte sie für dieses Drama auch auf dem Rücken ihrer Schwester austragen können? Ihr Herz und auch ihr Verstand waren sich da sicher, dass sie genau dies nicht machen wollte. Sie hatte Kalli viel zu sehr in ihrem Herzen verankert um sie für ein kleines Drama zu opfern.

°Schwestern müssen doch zusammen halten! Wie könnte ich sie für meinen Spaß opfern und diesem Katzenvieh überlassen? Niemals, mein Leben ist das ihre und ihres ist das meine! °, schoss es durch den Kopf der Fähe. Sie stand langsam auf und musterte die beiden Rüden, sie hatten sich bei dem Angriff auf den Puma nicht eingemischt, was der Fähe immer noch sauer aufstieß. Sie lief zu ihrer Schwester und vergrub ihre Nase ihrem Fell, der vertraute Geruch umhüllte die Wüstenfarbende und ließ sie einen Moment von dem Herzland träumen. Die Stimmen der anderen drängten sich an ihr Ohr und sie versuchte sich den Worten zu stellen, ihre Schwester würde nur gehen wenn sie ging. Ihr Herz machte einen Satz, Freude stieg in ihrer Brust auf.
Doch als der braune Rüde wieder antwortete, knurrte Mené und wollte ihm noch ihre Meinung geigen, doch dieser wartete nicht mal auf ein weiteres Wort und drehte ab. Die Fähe blieb mit offenem Maul stehen, sie hatte irgendwie gehofft sie würde den Braunen  besser kennenlernen können. Doch wie so oft, würde dies Wunschdenken bleiben. Sie sah zu den Anderen, der Schweigsame Waldläufer und die Tränende und die Wegweiserin. Sie wären ihre Chance gemeinsam mit ihrer Schwester an ein Ziel zu kommen, für das es diesen Weg sicher wert war. 

"Wir sollten versuchen den Aufstieg ohne sie zu wagen, in unserem Tempo. Keiner sollte zurück bleiben, ich danke euch immer noch, dass ihr meiner Schwester und mir beigestanden habt. Der Sieg war unser, doch würden wir einen erneuten Angriff hier unten überleben? ", wählte sie ihre Worte mit bedacht und ließ ihren Blick zu ihrer Schwester sinken, liebe und Mitgefühl mischten sich in die Hoffnung auf das Herzland. Sie zollte ihr soviel an, dass sie sich wegen ihr von ihrer Heimat verabschiedet hatte. 

Als sie noch einmal nach den Schatten der Rüden suchte, entdeckte sie nichts mehr außer die Schatten der Wüste und den Sand.  Ein sachter Wind ging und es sagte mal wieder ein schöner Tag zu werden, doch dort! Mené dreht den Kopf ruckartig, ihre Ohren drehten sich und suchten ein Geräusch. Irgendwas näherte sich, die Fähe konnte den Geruch nicht zuordnen und das sorgte für ein wenig Angst in ihr, doch sie ließ dem Gefühl keine Chance und prüfte die Luft erneut. Die anderen mussten es bestimmt nun auch gerochen haben, ihr Blick schweifte von der Tränenden zu dem Waldläufer. Einer müsste nachsehen oder sie würden warten bis es zu ihnen kam, dass Drama wäre perfekt aber Mené stellte die Gesundheit ihrer Schwester über ihr eigenes Drama. Verwirrung und Vorsicht breiteten sich in der Fähe aus, vielleicht eine kleines bisschen Missmut.



Inmitten all dieser Dunkelheit erkenne ich Wölfe, 
die sich nicht verbiegen. 


Grand Canyon | Nuv & Tyrae & Othatha & Kalliope |
verdattert, versucht trotzdem den aufstieg nicht abzuschreiben, wittert Zero, verwirrt



_________________

I will prove
I often dreamed. It will happen once, That people are happy, That I am with them. When they see me then And the voice tells me, Girl, here you are. 
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Kalliope (Gwyn)

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Gezeichnet... das würde passen. Hatte sie doch stehts den Kopf hingehalten, wenn ihre Schwester bestraft werden sollte. Somit musste sie schnell erwachsen werden. Und die Macht der Worte für sich zu Nutze machen.



Geschrieben: Fr 24 Feb - 22:34





Kalliope



Mexikanischer Wolf # 2 Jahre


Ode an die Feindschaft

in einer Höhle bei den anderen Wölfen # ist verwirrt über die Reaktionen der anderen # gibt Newton recht # bedankt sich

Es war nicht leicht, mit einem solchen Blutverlust noch gerade zu stehen, aber irgendwie meisterte Kalliope diese Hürde. Klar, sie schwankte vermutlich etwas und ihre Sicht war heute auch nicht auf der Höhe, aber es war ein Zustand, den sie eine ganze Weile durchhalten konnte. Sie war Schmerzen gewohnt, jammern kannte sie nicht. Mené tauchte an ihrer Seite auf und Kalli war immer nochso froh, ihre Schwester gefunden zu haben, dass sie ihre Knuddeleinheit bereitwillig aufnahm. Die beiden wären wohl den zwei Rüden gefolgt, aufgrund der Tatsache, dass sie sich hier kein bisschen auskannten und auch weit jünger waren. Doch der Waldläufer zeigte recht deutlich, was dieser von der Idee hielt. Ihm ging es scheinbar enorm gegen den Strich, sich von den beiden leiten zu lassen. Dahingegen schien er ein ziemlich stolzer Rüde zu sein, was Kalliope durchaus verstehen konnte. Doch hatte sie auch gelernt, ihren Stolz manchmal einzustecken zum Wohle anderer oder zu ihrem eigenen Wohl. Ihr erschien es schon fast töricht, die Hilfe der beiden auszuschlagen, auch wenn es danach klang, als ob sie hier das Kommando übernehmen wollten. Was störte es sie schon? Sie waren vielleicht nicht ganz vertrauensvoll und kaum die beste Gesellschaft, ganz zu schweigen von ihrer nicht vorhandenen Hilfe bei Kallis Rettungsversuch. Aber sie waren wie es schien weit wissender was die Umgebung anging und die Verwundete hatte wirklich keine Lust, hier auch noch verloren zu gehen nach allem, was sie schon hatte durchstehen müssen.


Die Tränende sah dies offenbar ähnlich und versuchte ihren roten Begleiter zu zügeln. Doch es war schon zu spät, der Eine sprach erneut und machte deutlich, dass Kalliope nur eine Bürde war und sie lieber alleine den Weg finden wollten. Mené war verständlicherweise ziemlich wütend deswegen, doch ihre Worte kamen nicht rechtzeitig aus dem Maul, um von den Rüden gehört zu werden, die bereits verschwunden waren.

"Ist schon gut... ich denke, er hat recht. Ihr wärt zweifelsohne schneller, wenn ihr ohne mich reist..."

Sie wusste, Mené würde sie nicht verlassen, und sie glaubte auch nicht, dass die Tränende nach dieser Rettungsaktion die Sandfarbene schon wieder aufgeben würde. Doch wollte sie den anderen doch lieber nicht verheimlichen, wie es um ihre Gesundheit stand. Sie sollten sich vorher im Klaren sein, dass Kalli wohl mehr schlecht als recht den Weg schaffen würde. Aber trotzdem hoffte sie natürlich, dass man sie nicht zurückließ. Denn das konnte sie den beiden Rüden von gerade eben definitiv vorwerfen. Ein Rudel hält zusammen, wie schwer es auch sein mag. Ihre Schwester bedankte sich bei den anderen dafür, dass man ihr geholfen hatte, Kalli zu retten. Sie selbst schaute zu jedem einzelnen Anwesenden und bedeutete mit ihrem Blick, dass sie ihnen ebenfalls dankbar war.

"Ihr hättet das nicht tun müssen, und doch habt ihr es getan. Ich bin euch mehr als dankbar für eure Hilfe. Allerdings glaube ich, dass es unfair wäre zu erwarten, dass ihr mein Tempo annehmt. Ich möchte euch nicht aufhalten..."

Mehr konnte sie nicht sagen, denn ein fremder Geruch wehte zu ihr und auch Mené schien etwas derartiges zu wittern.

"Was ist das?"

Misstrauisch horchte Kalliope auf und versuchte, den Fremdling auszumachen.


    ♥



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Zero

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Wer seid ihr das ihr jammert? In eurem Herzen wohnt die Wärme, welche ihr einst bekommen habt. Ihr habt euer Leben doch gut gelebt und konntet groß werden wie ihr wollt. Euch ist es möglich Erben zu zeugen, sie groß zu ziehen und sie vor den Menschen zu schützen.
But what's with me? I'm all broken and just want to learn. I want to know why the humans got me and abused me. So why should I ask? You answer me or you will learn what pain is.





Geschrieben: Di 25 Apr - 19:18




im Canyon | nähert sich der Gruppe | nähert sich der Höhle, macht absichtlich Geräusche, umkreist die Höhle halb, legt sich drei Meter vor der Höhle hin, zeigt kurz eine Spielaufforderung, ist unsicher und wartet

Gesprochenes | Gedachtes


Langsam und vorsichtig setzte der Sandfarbene eine große Pfote vor die Nächste. Dabei kümmerte er sich nicht darum geräuschlos zu sein. Nein, viel mehr trat er durchaus absichtlich auf einen Ast, stieß einen Stein an oder ließ einen nahen Busch durch seine Rute rascheln. Er wollte nicht feindlich begrüßt werden. Nein, am liebsten wäre es ihm gleich mit ihnen spielen zu können. Allerdings bezweifelte er ein wenig, das sie in der gleichen Stimmung waren. Die Hasen hatten schließlich auch ihr Heil in der Flucht gesucht, selbst wenn er sie nicht gejagt hätte. Wieso sollte es sich bei Wölfen anders verhalten? Diese Zwei von vorhin waren schließlich auch verschwunden und nicht wieder aufgetaucht, auch wenn er laut in den Bach geplatscht war.
Alleine bei dem Gedanken schauderte es den kastrierten Rüden. Die Ohren unsicher zurück gelehnt begab er sich weiter nach vorne, umrundete die Höhle etwas und befand sich ihr jetzt fast gegenüber. Seine tiefen Bernsteinaugen glitten von einer Gestalt zur Nächsten, suchten nach einer Gefahr und auch wenn er keine gebleckten Zähne entdeckte wusste er nicht, ob er nun freudig empfangen werden würde. Um sich aber nicht rumzudrücken - jetzt wo er draußen war hatte er endlich die Chance auf Artgenossen zu treffen - trat er langsam weiter nach vorne.
Da er nicht wusste wie er zeigen sollte, das er ihnen nichts tun wollte, legte er sich etwa drei Meter vor der Höhle auf den Boden. Langsam, zaghaft wischte seine Rute etwas über den Boden und seinen Kopf bettete Zero auf seinen Vorderpfoten. Den Drang auf sie zu zuspringen unterdrückte er. Auch wenn er die närrische Idee hatte, das sie ihm wohl kaum wiederstehen können würden. Nein, sie würden ganz bestimmt mit ihm spielen, wenn er sie dazu auffordern würde. Wieso sollten sie das auch nicht?
Fast ging sein Vorsatz so still liegen zu bleiben in die Brüche. Für einige lange Augenblicke spannte er die Hinterläufe an, stemmte den Hintern in die Höhe und streckte die Vorderläufe mit einem verspieltem Grummeln von sich. Dann aber sank er wieder in das Liegen zurück, ließ den Blick hin und her huschen. Sollte er sie ansprechen? Was sagte man denn da? Einfach Hallo? Oder musste er etwas bestimmtes tun?




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Othatha (Ray)

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Rüde des Monats Mai



Geschrieben: Mi 10 Mai - 22:53


Die Situation veränderte sich von jetzt auf gleich, als die beiden großen Rüden sich umdrehten und die Gruppe einfach zurückließen. Was zur Hölle war auf einmal mit den beiden los? Hatte er mit seiner Vermutung, ihnen nicht zu trauen etwa doch recht gehabt? Er schnaubte nur, als die beiden um die Ecke bogen und aus ihrem Blickfeld verschwanden. Sollten sie doch gehen, blöde Holzköpfe! Sie würden auch ohne die beiden nach oben kommen und zwar zusammen. Vielleicht langsamer aber niemand würde zurückbleiben. So und nicht anders machte man das in einem Rudel. Gut – es war ein recht zusammengewürfeltes und merkwürdiges Rudel aber sie waren irgendwie aufeinander angewiesen und würden es auch nur zusammen nach oben versuchen. Dabei spielte es für ihn keine Rolle ob er die anderen genauso mochte wie die Graue oder ob er die 2 braunen Fähen für merkwürdige Spinner hielt. Sie gehörten zur Gruppe und waren damit Teil des Rudels und deswegen würde er sie auch so behandeln.

Othatha hob etwas den Kopf als der Wind um eine Winzigkeit drehte und ihnen einen neuen Geruch zutrug. Erst dachte er, es wäre einer der beiden, der sich doch entschlossen hatte zurückzukommen, aber dann war da plötzlich ein … das Wesen, offensichtlich ein Wolf, roch seltsam… so neutral und nichtssagend, dass Othatha, der eigentlich hatte knurren wollen, erstmal stockte und witternd die Nase hochreckte. Was war das? Rüde? Fähe? Er konnte es nicht sagen, denn der Wolf dort roch nach gar nichts von beidem und warf sich einfach in eine Spielpose. Hatte der Fell locker am Kopf? Othatha rückte etwas vor, den Kopf langsam senkend, während sich seine Lefzen nach oben zogen. Er war hier nun der einzige Rüde und eine Fähe aus seinem ‚Rudel‘ war verletzt. Nur über seine Leiche kam das Vieh da näher. Erst recht nicht, ohne, dass es ihm irgendwer erlaubt hätte.

Natürlich war seine graue Freundin hier die erfahrenste, aber das hinderte den kleinen Roten nicht, dominant die Rute nach oben zu recken, damit das geruchslose Wolfsding da nicht auf dumme Gedanken kam. Am Ende war das noch ein Hinterhalt oder so.


[im Canyon - neben Tyrae - vor Zero - versucht die Fähen zu beschützen ]


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Tyrae (Mera)

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Die Tränende, die Gezeichnete, Tränennarbe - viele Bezeichnungen und alle passen sie zu Tyrae




Geschrieben: Mi 24 Mai - 21:30



We learn what it feels like to feel pain for the first time
We learn what it feels like to suffer
Give me the strength to face what's in front of you
In front of me by any length

I watch it fall before my eyes
This dream we've built for our whole lives

FORSAKE NOT THE DREAM

Sie schnaubte. Innerlich kotzte sie den Beiden arroganten Schnöseln beißende Galle hinterher. Warum? Es war ignorant einfach Verletzte zurück zu lassen. Hatten sie keine Kinderstube genossen? Keinen Codex für Ehre und Würde? So war es kein Trauerspiel ohne sie reisen zu müssen. Auch wenn Tyrae es nicht mehr gewohnt war so etwas wie einen Rudelverband um sich herum zu haben, stieß es ihr bitter auf die verletzte Schwester der Mexikanerin zurück zu lassen. Um welchen Preis? Um am Ende eine unglückliche Seele mehr auf diesem Planeten wandeln zu lassen – am Ende in Geisteform? Die Tränende wollte und konnte so etwas nicht verantworten. Deswegen wendete sie sich auch alsbald von den Beiden ab; hin zu den beiden Schwestern. Mené hatte zwar Recht, aber die Worte Kalliopes waren es, die der Tränende letzten Endes ein Kopfschütteln entlockte.

“Wir lassen niemanden zurück! Auch niemanden der verletzt ist. Wir erreichen das Herzland gemeinsam – oder gar keiner von uns. Wie deine Schwester sagt, wir werden den Aufstieg wagen – in unserem Tempo! Wir werden einander helfen…“,

entgegnete sie schließlich, schenkte Nueva damit auch noch ein schwaches Lächeln – denn es war ebenfalls im Interesse der Rufhörenden. Zwar war Tyrae von sich selbst überrascht, aber auch dies behielt sie, wie so vieles andere, lieber für sich.

“…und was die Katzen angeht.“

Ihre Stimme klang spöttisch, während sie kurz einen Blick über die Schulter warf.

“Ich bin mir sicher, wir sind uns einig, dass wir deren Antlitz kein weiteres Mal zu Gesicht bekommen wollen? Dementsprechend spricht alles für den Aufstieg, denn wir…“

Urplötzlich drang auch ihr eine seltsame Duftnote in die Nase. Deswegen brach die Tränende auch mitten im Satz ab und wirkte wie erstarrt. Sie konnte es nicht definieren, glaubt schon an einen weiteren Angriff der Katzenartigen. Langsam schien sie zu verstehen von wo der Geruch kam und sie sah das wölfische Wesen dementsprechend irritiert an. Sie bezweifelte im Augenblick, dass von diesem Wesen irgendeine Gefahr ausging. Aber was bei den sieben Höllen war es? Es sah aus wie ein Wolf, roch aber irgendwie weder nach Rüde, noch nach Fähe. Einerseits tat ihr dieser Gedanke leid, andererseits war sie verunsichert.

Schließlich entschied sich Tyrae auf das wölfische Wesen zu zugehen, da sie sich als die Anführerin der kleinen Truppe sah – bislang hatte zumindest niemand negiert, dass sie so was in der Art zu sein schien. Einige Schritte vor dem Fremdling blieb sie jedoch stehen, neigte das Haupt ein wenig gen Boden und versuchte nicht allzu angespannt zu wirken.

“Wer… bist du?“

Tyrae entschied sich dafür nicht nach dem Was zu fragen, da sie es selbst als doch etwas zu unhöflich hielt. Trotzdem war Freundlichkeit leider nicht ihr zweiter und vergessener Vorname, weswegen sie gewohnt schroff reagierte.

[ besteht auf einen gemeinsamen Aufstieg # [Nueva] # wittert beinahe als Letzte Zero # geht schließlich auf ihn zu und spricht ihn an ]



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FEEL THE AGONY CRAWLING ON YOUR KNEES//
//  FEEL THE HEARTBEAT AND THE BLOODSHED

Can't withstand the line of tears slowly slipping down one's cheeks
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Zero

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Wer seid ihr das ihr jammert? In eurem Herzen wohnt die Wärme, welche ihr einst bekommen habt. Ihr habt euer Leben doch gut gelebt und konntet groß werden wie ihr wollt. Euch ist es möglich Erben zu zeugen, sie groß zu ziehen und sie vor den Menschen zu schützen.
But what's with me? I'm all broken and just want to learn. I want to know why the humans got me and abused me. So why should I ask? You answer me or you will learn what pain is.





Geschrieben: So 23 Jul - 18:27




Im Canyon vor der Höhle | Kalliope, Mené, Othatha & Tyrae | liegt vor der Höhle, beobachtet sie und lauscht ihnen, glaubt erst Othatha will mit ihm spielen, wird sich aber bewusst das es nicht so ist, blickt Tyrae entgegen, antwortet und fragt neugierig

Gesprochenes | Gedachtes


Den Kopf zwischen den Vorderpfoten auf dem Boden ruhen lassend glitten die Seelenspiegel des Kastrierten neugierig von einem Wolf zum Anderen. Da waren ganze Fünf! Fünf Wölfe! So viele Wölfe hatte er noch nie gesehen! Wobei er allgemein ja nur durch das Gebüsch die Fellbewegungen gesehen hatte und das bis jetzt seine erste Wolfsbegegnung war. Ob sie wohl nett waren? Wenn Fähen dabei waren... Kurz glitt ein dunkler Schatten über seine Augen, machte sie dunkler und zeigte kurz wie leer und kalt in ihm alles war. Doch der Moment verging innerhalb eines Herzschlages und machte wieder dem neugierigem Ausdruck Platz, so als wäre der Schatten nur Einbildung gewesen.
Der Rote löste sich als erstes aus der Gruppe. Von den Fünfen war er der Größte. War es denn überhaupt ein er? Erst glaubte er, das dieser Wolf mit ihm spielen wollte. Begeistert hob er den Kopf bereits leicht an, wischte eifrig mit der Rute über den Boden. Erst dann bemerkte er, wie der Andere den Kopf senkte und die Leftzen zu einem Zähneblecken zurückzog. Im ersten Moment war er wirklich verwirrt. Warum machte er das? Halb legte er sich auf die Seite, hob einen Hinterlauf und kratzte sich mit der Pfote am Hals. Dabei machten seine Krallen laute, scharrende Geräusche auf dem Metall seines Halsbandes. Erst dann schwang er seinen Oberkörper in die Höhe, sodass er nun vor den Anderen saß. Das er sie alle überragte interessierte ihn dabei herzlich wenig. Das Anheben der Rute entging ihm einfach.
Scharf spiegelte sich das Sonnenlicht auf dem blankem Metall seines Halsbandes, als er erneut zwischen ihnen hin und her sah. Der graue Wolf mit den Tränenzeichnungen trat vor. Machte er einen seltsamen Eindruck? Sehr wahrscheinlich. Mit einem Seufzen streckte er die Läufe wieder, landete schließlich mit einem dumpfem Laut wieder auf dem Boden. Die Ohren nach vorne auf die Anderen gerichtet legte sich sein Kopf schief. Dann, endlich, erhob die Graue - denn ihre Stimme klang doch eher weiblich - das Wort. "Zero", sagte er im ersten Moment schlicht mit einer wohl recht kühlen Stimme, ehe sich ein Lächeln auf seine Lippen und in seine Stimme schlich, "Sie haben mich Zero genannt und das ist wohl damit mein Name. Und wer seid ihr?" Für den ersten Moment hielt er die Frage zurück, warum sie ihre Welpen alleine lassen würden.





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Mené (Rima)

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Erwachsen sein, ja das fällt mir schwer ! Denn dann kann ich, nicht ich sein. Denn ich bin die, die im regen tanzen will und, die von Dingen träumt die nie wahr werden und trotzdem an sie glaubt.




Geschrieben: Do 27 Jul - 12:05




Zuversicht spiegelte sich in den Augen der Fähe, sie hatte gehört was ihre Schwester von sich gegeben hatte und wie die Tränende geantwortet hatte. Ein wissendes lächeln legte sich auf ihre Züge, die Tränende hatte auch Verlust erfahren, vielleicht selbst durch einen Angriff? Umso mehr rechnete die Wüstenfarbende ihr an, dass sie ebenfalls zu den beiden kleinen Mexikanerinnen hielt und es gemeinsam versuchen wollte. Ein leises und fast tonloses Danke, kam aus ihrem Maul, als die Fähe den Blick der Tränenden fing. Dies war bestimmt ein Punkt gewesen, den die Tränende bei ihrer Schwester und auch bei ihr gelandet hatte.

" Siehst du wir halten zusammen.", kam es freudig aus ihrem Fang und sie beschnupperte ihre Schwester um ihr dann über das Ohr zu lecken. Ob sie Kalli schon dazu animieren sollte auf zustehen? Den die nächsten Worte verbreiteten schon Aufbruchsstimmung, wäre da nicht dieser sonderbare Geruch gewesen. °Was das wohl sein mag?°, schwirrte es durch ihren Kopf. Als nach einigen Augenblicken ein etwas, was definitiv nach einem Wolf aussah, sich vor ihnen ablegte. Mené stellte sich schützend vor ihre verwundete Schwester und starrte auf das Wolfsding, welches sogar sprechen konnte. Knurren oder gar die Zähne zeigen wollte sie nicht, sie wusste ein Kampf könnte nur das Leben ihrer Schwester gefährden.

"Zero.", sagte das Ding. Es trug etwas leuchtendes um den Hals, es machte scharrende Geräusche und die Fähe legte den Kopf schräg. Was war es und was trug es da um sich. Fragen über Fragen und die Antworten fehlten. Auch schien es als wollte es keinen Ärger, deswegen entspannte sich Mené ein wenig. Doch sie blieb bereit, man konnte ja nie wissen, vielleicht gab es ein ganzes Rudel von den Dingern.

"Ich pass auf dich auf!", flüsterte sie ihrer Schwester zu und drückte einen Moment ihre Schnauze in deren Fell. An diesem Morgen schien es der Wüstenfarbenden gar nicht nach Drama und Tragödie zu sein. Sie prüfte laut die Luft und sprach warscheinlich aus, was alle dachten. "Zero? Warum riechst du so komisch? Du riechst weder nach Fähe noch nach Rüde, was bist du also? Und was ist das an deinem Hals, es sieht nicht grade bequem und natürlich aus!", kam es erst vorsichtig und dann immer entschlossener und auch fordernd aus ihrem Maul. Worte geformt und gesprochen, teils leise und teils laut, manche schnell und manche langsam. Ihre Seelenspiegel funkelten und beobachteten die Bewegungen des Rüden, der Aufstieg schien für einen Moment vergessen und auch die beiden Rüden, welche einfach gegangen waren. Kleine grüne Smaragde die im schalen Licht der Sonne funkelten, vor neugier und Wissensdurst, aber auch vor Vorsicht und Sorge. Mené fand es gut, dass sie und ihre geliebte Schwester weiter hinten gelegen hatten und so nun auch den Schutz des Roten und der Tränenden genießen konnten. Es wirkte fast als wären sie kein Haufen mehr aus Fremden sondern ein kleines Harem um den Roten.



Vollständige Sorglosigkeit und eine unerschütterliche Zuversicht sind das Wesentliche eines glücklichen Lebens.

Grand Canyon | dankt tyrae, bestärkt ihre schwester, beobachtet die situation, schützt ihre schwester, spricht aus was alle denken



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I often dreamed. It will happen once, That people are happy, That I am with them. When they see me then And the voice tells me, Girl, here you are. 
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Kalliope (Gwyn)

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Gezeichnet... das würde passen. Hatte sie doch stehts den Kopf hingehalten, wenn ihre Schwester bestraft werden sollte. Somit musste sie schnell erwachsen werden. Und die Macht der Worte für sich zu Nutze machen.



Geschrieben: Fr 25 Aug - 16:29





Kalliope



Mexikanischer Wolf # 2 Jahre


Ode an die Feindschaft

in einer Höhle bei den anderen Wölfen # weiß nicht, wie sie mit der Hilfe der anderen umgehen soll # mustert verwirrt den Fremdling # ist bemüht noch ein wenig Energie zu tanken


Es rührte sie schon ein wenig, dass die anderen nicht bereit waren, ohne sie weiter zu ziehen. Diese Fürsorge und Unterstützung war sie gar nicht gewohnt und sie wusste auch nicht, wie sie damit umgehen sollte. Sie war dankbar, keine Frage… aber was wäre, wenn sie dank ihrem Tempo wieder den Katzen begegneten oder Schlimmerem? Würden sie dann immer noch Kalliope zur Seite stehen? Oder würden sie sie für deren Lage verantwortlich machen? Fast hätte sich die sandfarbene Fähe gewünscht, dass sie sie doch hier zurück ließen. Immerhin wäre sie dann nicht für deren Schicksal verantwortlich. Aber so unwohl, wie sie sich gerade fühlte, so komisch verhielt sich der Wolf, dessen Geruch gerade jeder wahrgenommen hatte. Und jeder der hier ansässigen Wölfe schien gleichermaßen verwirrt wie Kalli. Sie konnte seinen Geruch nicht zuordnen. Weder Rüde noch Fähe. Konnte es sowas überhaupt geben? Und sein Gebaren war nicht minder eigenartig. Er legte sich hin, hob seinen Hintern, als wollte er sie zum Spielen auffordern. Aber ausgehend von seiner Größe, war er kein Welpe mehr. Schnell ließ er das wieder bleiben und Kalliope, die hinter all den anderen Wölfen stand, streckte den Kopf nach vorne mit verengten Augen und halb geöffnetem Maul. Was zur Hölle war das für ein Wolf? Ein kleiner Teil von ihr bemerkte, wie alle anderen sich schützend vor sie stellten und das machte alles nicht besser. Alle schienen sie, die Verletzte hier vor jedweden Schaden zu bewahren. Aber Kalli fühlte sich dabei mehr als unwohl. Sie war es nicht gewohnt, auf andere angewiesen zu sein und was wäre, wenn man das ihr ewig vorhalten würde...Es war schon kein leichtes für sie, Hilfe anzunehmen.


Das Wesen begann nach den Worten der Tränenden zu sprechen. Die Stimme war männlicher Natur. Immerhin eine Frage weniger. Und die nächsten würden hoffentlich auch gleich aufgelöst werden, denn Mené durchlöcherte ihn mit ihren Fragen. Kalli wandte den Blick und untersuchte das glänzende Teil an Zeros Hals. Sie hatte sowas noch nie gesehen und konnte nicht sagen, wozu es da war. Eigentlich hätte sie erwartet, dass es dem Rüden die Luft abschnürte, aber das Gegenteil schien der Fall zu sein. Er lebte, atmete und hatte sich zu dieser seltenen Konstellation von Wölfen verirrt. Kalli fragte sich, ob es eine Art ungeschriebenes Gesetz war, dass wenn zwei Wölfe gingen, ein neuer dazu kam.Noch eigenartiger als die Wölfe davor. Die junge Fähe entschied, dass sie sich ruhig noch eine Weile hinsetzen konnte. Vermutlich würde der angestrebte Aufstieg nun auf sich warten lassen, jetzt wo diese Ablenkung da war. Also konnte sie getrost ihre Kräfte aufsparen. Nach wie vor hatte sie Mühe, ohne Schwanken zu stehen und beließ es erstmal beim Sitzen. Sie ließ den Kopf hängen und konzentrierte sich darauf, regelmäßig zu atmen. Sie hatte keine Ambitionen, mit dem neuen Fremden zu reden, vielmehr wollte sie die wenigen Minuten, die sie noch hatte, nutzen, um wenigstens etwas mehr Energie zu tanken. So überließ sie den anderen das Reden.



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Nueva (Deva)

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Nueva war schon immer vorsichtig gewesen. Unbekanntes versetzt sie schnell in Stress. Auch Fremden begegnet sie nur äußerst schüchtern. Es braucht seine Zeit, bis Nueva einem anderen Wolf wirklich tief vertraut und sich öffnen kann. Nueva ist stets freundlich und hilfbereit, sie hört anderen gerne zu, wenn sie sprechen und kann auch tiefste Geheimnisse gut für sich behalten. Hat man ihre schüchterne Mauer einmal durchbrochen, kann sie sogar witzig sein - wenn sie mag.



Auszeichnungen :

Wölfin des Monats Mai



Geschrieben: Fr 1 Sep - 11:34




Nueva Hauptbild
Es war ein schwerer Abend gewesen. Für einige Stunden hatte die Fähe sich Sorgen gemacht. Sorgen um ihre Situation, Gedanken um die Geschehnisse mit dem Puma, vor allem aber hatte sich Nueva darum gesorgt, was das Auftauchen der vielen Fremden für sie bedeutete. Die kleine mexikanische Wölfin vertraute nicht vielen Wölfen. Verschüchtert begegnete sie Fremden, sie ließ lieber andere die ersten Schritte machen, bevor sie sich öffnete und anderen Wölfen etwas über sich preis gab. Tyrae genoss ihr vollstes Vertrauen, war eine gute Freundin und jemand, von dem Nueva wusste, dass sie sie mochte und dass sie ihr vertrauen konnte. Das Band zwischen ihnen half der Schüchternen, sich nicht allzu sehr von der verstörenden Begegnung mit dem Raubtier und den vielen unbekannten Wölfen aus der Ruhe bringen zu lassen. Dennoch hatte die graubraune Fähe  sich ein wenig zurückgezogen und die anderen schüchtern und heimlich beobachtet. Immer wieder war der Blick hinübergewandert – und sofort hatte Nueva sich verschämt wieder abgewandt, weil sie einen leichten Anflug von Eifersucht verspürt hatte, weil Tyrae sich den Fremden widmete – ein Gefühl, dass sie sonst nicht verspürte und das sich falsch und unrecht anfühlte in ihrer Brust. Tyrae aber wusste, wie man die ungewollte Emotion so schnell vertrieb, wie sie gekommen war. Ohne viele Worte hatte sie sich am Abend dicht neben Nueva gelegt – und der Fähe damit signalisiert, dass alles war wie gehabt. Es war nur eine kleine Geste, aber bei der mexikanischen Wölfin hatte sie für unendliche Erleichterung gesorgt. Die Nacht verbrachte sie deshalb sehr viel beruhigter und sorgenfreier als den Abend und sie schaffte es sogar, die so fremden Wölfe zu vergessen und etwas zu schlafen.

Doch als sie erwachte, spürte sie bereits, dass etwas nicht stimmte. Lorcas und Newton wollten nicht mit einem verwundeten Wolf weiterreisen. Nueva erhob sich schnell, auch wenn ihr ein sanfter Einstieg in den Morgen lieber gewesen wäre, und schob sich in die Nähe von Tyrae. Die kleine Fähe begann sanft mit der Rute zu pendeln und legte die Ohren unterwürfig ein wenig zurück. Sie wollte etwas sagen, um die Situation zu entschärfen, wollte etwas tun, damit es nicht zum Streit kam. Aber die anderen waren lauter, stärker, entschlossener. Für Nueva, die es sonst sehr gut fertig brachte die Gemüter zu beruhigen, war es nicht möglich einzugreifen. Und so musste sie zusehen, wie die Worte harscher wurden – und zwei von ihnen schließlich ihrer Wege zogen. Viel Zeit darüber nachzudenken blieb der Fähe allerdings nicht. Denn kaum hatten die beiden sich verabschiedet, spürte Nueva, dass etwas nicht stimmte. Tyrae neben ihr hatte sich versteift,  ihr ganzer Körper war angespannt. Augenblicklich wich Nueva einige Schritte zurück, und begann sich nervös über die Lefzen zu fahren. Dort lag ein neuer Wolf, noch jemand, den sie nicht kannten und von dem sie nicht wussten, ob er vertrauenswürdig war – oder willig etwa einen verletzten Gefährten mit auf den beschwerlichen Weg zu nehmen. Er stellte sich als Nero vor. Er roch anders und trug etwas seltsames um seinen Hals. Die Nervosität in ihr begann sich zu verstärken. Nuevas Blick huschte vom Fremden zu ihrer Freundin Tyrae und den beiden Schwestern. Was würden sie nun tun? Nueva überlegte, ob sie dem Fremden ebenfalls Fragen stellen sollte. Darüber, wie er hierher gefunden hatte zum Beispiel. Es war doch seltsam, dass an diesem Punkt so viele Wölfe zusammentrafen. War es womöglich gar kein Zufall, dass er hierher geführt wurde? Hatte er womöglich den Ruf gehört und hatte dieser ihn zu ihnen geleitet. Nueva hob die Pfoten, um einen Schritt nach vorn zu treten. Doch Mené hatte das Wort bereits ergriffen und so senkte sie den Lauf wieder auf den Boden um geduldig auf den Moment zu warten, an dem sie Nero danach fragen konnte, was sie beschäftigte.



[Bei den anderen | will etwas zu Nero sagen | schweigt am Ende doch]




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Mené (Rima)

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Erwachsen sein, ja das fällt mir schwer ! Denn dann kann ich, nicht ich sein. Denn ich bin die, die im regen tanzen will und, die von Dingen träumt die nie wahr werden und trotzdem an sie glaubt.




Geschrieben: Di 7 Nov - 20:19




Melepomené wendete den Blick ab und suchte nach den Spiegeln ihrer Schwester, wie würde sie sich fühlen? Sie war doch von ihnen beiden immer die Starke gewesen und hatte die Wüstenfarbende beschützt, hatte die Narben verpasst bekommen, welche ihr selbst zugestanden haben. Reue legte sich in die Augen der Fähe, gepaart mit Schuldgefühlen und Unwissen. Sie hatte ihre Schwester zurück gelassen, die Narben und ihr Leben und doch war ihr genau jene gefolgt und hatte ihr Leben dabei fast verloren. Ein Klumpen von Schuld, Angst und Liebe sackte in ihren Bauch und ließ ihre Kehle zu schnüren, was hatte ihre geliebte Schwester nur alles schon für sie aufnehmen müssen?  
Gedanken stoben durch ihre Gedanken und sie vergrub ihre Schnauze in dem Fell ihrer Schwester, dieser Geruch nach Zuhause beruhigte sie und gab ihr ein Gefühl des Geborgen seins.
°Wie es wohl Nueva in der ganzen Sache geht? Sie ist bis vor kurzem noch alleine umher gewandert... Wann hat sie wohl das letzte mal wie Zuhause und Geborgen gefühlt?°, ging es der Bunten durch den Kopf. Sie war immer noch froh, dass ihre Schwester ihr gefolgt war, das war keine Frage, auch wenn sie ihr den Angriff der Katze gerne erspart hätte. Doch ihre Gedanken kreisten immer weiter um die andere Bunte.

"Nueva...", richtete sie zögerlich und leiser das Wort an die Wüstenwölfin. Sie wollte keineswegs Träne und den Waldläufer stören, während sie mit dem Zero sprachen. "Nueva wann hattest du das letzte mal das Gefühl von Zuhause? Etwas wo dir ein Gefühl von Geborgenheit gab, ein Duft nach Liebe und Zuflucht?", kam es aus ihrem Maul und voller Erwartung sah sie die andere an. Vielleicht war es eine ungewöhnliche Frage, doch die Fähe bewegte dies grad und sie wünschte sich das jeder ein Stück hatte das ihn an Heimat erinnerte und einem Trost spendete.




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grand canyon | nueva & kalliope | spricht über zuhause und das gefühl von geborgenheit



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(HR) Ode an die Feindschaft

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